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StartseiteJazzFactsAlles erlaubt03.09.2020

Bassist Lukas KranzelbinderAlles erlaubt

Er ist das Enfant terrible der österreichischen Jazzszene: Lukas Kranzelbinder spielt auf seinem Bass Surfmusik, Gnawa-Grooves oder Free Jazz, geht mit dem Tieftöner auf Opernbühne und Alpengipfel, lässt sich von William S. Burroughs genauso inspirieren wie von Grillengezirpe. Sein Motto: „Alles erlaubt!“.

Von Stefan Franzen

Ein junger Mann mit Vollbart steht vor einem braunen Hintergrund. Er trägt ein goldenes Hemd mit drei breiten schwarzen Streifen und hält die Arme hinter dem Rücken. (Peter van Breukelen)
Mit "Gris Gris" gab er dem aktuellen Album seiner Band Shake Stew den Namen eines Voodoo-Amuletts: Lukas Kranzelbinder (Peter van Breukelen)
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Mit der Band Interzone um den Trompeter Mario Roms öffnet Lukas Kranzelbinder den - gerne auch freien - Jazz in Richtung Balkan, Bossa, Disco und Schlager. Surf- und Latin-Sounds erkundet er mit Expressway Sketches auf ihr „Knackbass“-Potenzial. Sein Hauptprojekt jedoch ist das österreichisch-deutsche Septett Shake Stew, das sich mit solistisch hochkompetentem Bläsersatz sowie jeweils doppelt besetztem Schlagzeug und Bass eine neue Jazzdimension erschließt. Sie bezieht arabische Farben und afrikanisches Flair mit ein, verknüpft Filigranes mit Funk und Free - zuletzt auf der hypnotischen Doppel-CD „Gris Gris“. Regelmäßig tobt das Publikum bei Shake Stew-Konzerten. In der Sendung gibt der Klagenfurter Ausnahmebassist Einblick in sein musikalisches Multiversum.

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