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StartseiteGesichter EuropasEmigration und Zuwanderung in Portugal26.01.2019

Baustelle HeimatEmigration und Zuwanderung in Portugal

Portugiesen haben ihr Glück immer schon in der Ferne gesucht: sei es als Entdecker auf den Karavellen des 15. und 16. Jahrhunderts, sei es als Auswanderer auf der Suche nach einem besseren Leben in Brasilien und Angola, in Frankreich, Luxemburg und in Deutschland.

Von Tilo Wagner

Das Entdeckerdenkmal Padrao dos Descobrimentos steht im Lissaboner Stadtteil Belem am Ufer des Flusses Tejo. (imago / Metodi Popow)
Denkmal einer Nation der Entdecker: das Padrao dos Descobrimentos im Lissaboner Stadtteil Belem am Ufer des Tejo (imago / Metodi Popow)
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Zuletzt verließen in der schweren Finanzkrise zwischen 2011 und 2015 rund eine halbe Millionen Portugiesen das Land. Heute lebt mehr als ein Fünftel der portugiesischen Bevölkerung im Ausland. Doch der Staat braucht Menschen, um den demographischen Niedergang aufzuhalten und den Erhalt der Sozialsysteme zu garantieren. Deshalb lockt die portugiesische Regierung Emigranten wieder zurück in die Heimat und wirbt gleichzeitig mit einer Vielzahl von Steuerermäßigungen auch um Neubürger aus der EU.    

Wie gehen die Portugiesen mit ihrer Emigrationsgeschichte um? Mit welchen Erwartungen kommen die Emigranten zurück? Wie hat sich ihr Land für sie verändert? Und was bringen neue Bürger aus dem Ausland nach Portugal mit?

Fünf Menschen, fünf Geschichten.

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