Corona-PandemieBayerischer Gesundheitsminister bringt allgemeine Impfpflicht ins Spiel

Der bayerische Gesundheitsminister Holetschek hat die vom Bundesgesundheitsministerium begrenzte Auslieferung des Biontech-Impfstoffes als unglücklich bezeichnet.

22.11.2021

Der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), Aufnahme vom 3.11.2021
Der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek kann sich eine Impfpflicht als Ultima Ratio vorstellen. (IMAGO / Sven Simon)
Gerade habe das Impftempo wieder angezogen und viele Menschen seien von der Notwendigkeit des Impfens überzeugt worden, sagte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Da wirke jetzt die Begrenzung des Vakzins wie eine Handbremse.
Der Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz brachte zudem eine allgemeine Impfpflicht ins Spiel. Diese sei als Ultima Ratio in Betracht zu ziehen, betonte Holetschek. Er sei überzeugt davon, dass eine Impfpflicht die Pandemie beenden könne und man so aus der Endlosschleife der Einschränkungen herauskomme.
In Sachsen nähert sich die Sieben-Tage-Inzidenz dem Wert von 1000. Heute früh liegt sie laut dem Robert Koch-Institut bei 960,7.
Der Präsident der sächsischen Landesärtzekammer, Bodendieck, sagte im Deutschlandfunk, die Krankenhäuser befänden sich bereits in einer Triage-Situation. In den kommenden Tagen könnte man vor der Situation stehen, dass zwei Erkrankte um ein Intensivbett konkurrierten, erklärte Bodendieck. Derjenige, der die besten Überlebenschancen hätte, käme dann zum Zug. Eine Verlegung von Covid-19-Patienten innerhalb Deutschlands nannte der Mediziner schwierig, weil die Situation in ganz Deutschland angespannt sei.
Heute Nachmittag treffen sich die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten.
Diese Nachricht wurde am 22.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.