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StartseiteSport am Wochenende"Wichtig ist, dass man nicht untätig ist"15.03.2020

BBL und die Corona-Krise"Wichtig ist, dass man nicht untätig ist"

Auch die Basketballbundesliga hat ihren Spielbetrieb wegen der Ausbreitung des Cornavirus ausgesetzt. Wie hoch der finanzielle Schaden für die Vereine ist, könne noch niemand beziffern, sagte der Geschäftsführer von Alba Berlin, Marco Baldi. Beim Krisenmanagement sei nun auch Kreativität gefragt.

Marco Baldi im Gespräch mit Astrid Rawohl

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Marco Baldi, Geschäftsführer von Alba Berlin, Basketball (imago / Camera 4)
Die Situation zu beklagen, hilft nicht weiter, betonte Marco Baldi im Dlf-Interview (imago / Camera 4)
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Alba Berlin sei nicht allein die Profimannschaft, die in Bundesliga und Europaliga spielt, sondern auch als Verein ein großer Sozialakteur in der Stadt und im Bundesland Brandenburg. So beschäftige Alba 120 Trainerinnen und Trainer, die in Schulen und Kitas arbeiten. Beide Felder seien wie alle gesellschaftlichen Bereiche durch die Corona-Krise sehr gefordert, sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

Die Höhe der finanziellen Ausfälle ließen sich noch nicht beziffern, sie seien aber sehr bedrohlich. Je mehr Angestellte man habe, umso höher seien die Verantwortung und die Belastungen, die man habe. Arbeit und Einnahmen fielen weg und wie viele andere müsste auch Alba in der aktuellen Situation sehr hart kämpfen. Priorität habe nun, alles am Leben zu erhalten, das "Boot manövrierfähig zu halten und dann mit den Schäden entsprechend umzugehen".

Es gehe jetzt nicht darum, zu schauen, welche Vereine am härtesten und welche am wenigsten betroffen seien, sondern es gehe darum, alles am Laufen zu halten und um die Frage, wie man sich dabei auch gegenseitig unterstützen könne. Neben Hilfen von der Politik seien dabei auch die eigene Kreativität gefragt, betonte Baldi. Wichtig sei, nicht untätig zu sein und auch nicht alles zu beklagen, sondern mit Ruhe und Besonnenheit zu agieren und aktiv zu werden.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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