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StartseiteSport am Wochenende"Man braucht mindestens drei Jahre"29.06.2019

Beachvolleyball-WM"Man braucht mindestens drei Jahre"

Am Hamburger Rothenbaum findet in den nächsten Wochen die Beachvolleyball-WM statt. Der deutsche Trainer Jürgen Wagner coacht nach langer Erfolgswelle mit Laura Ludwig und Kira Walkenhorst ein neues Team und sagte dazu im Dlf, dass er die Olympischen Spiele 2020 in Tokio mit gedämpften Erwartungen angehe.

Jürgen Wagner im Gespäch mit Marina Schweizer

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Beachvolleyball World Championships Hamburg 2019 am 28.06.2019. Margareta Kozuch und Laura Ludwig posieren selbstsicher in die Kamera. (imago sportfotodienst)
Die Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2019 findet vom 28. Juni bis 7. Juli im Stadion am Rothenbaum in Hamburg statt. Margareta Kozuch und Laura Ludwig sind noch ein junges Team. (imago sportfotodienst)
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Die Beachvolleyballerin Kira Walkenhorst kann ihr Spiel im deutschen Beachvolleyballteam nicht weiter fortsetzen. Trainer Jürgen Wagner muss bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ein neues Team formen. Laura Ludwig spielt stattdessen jetzt mit Margaretha Kozuch. Bei der aktuell stattfindenden WM in Hamburg schauen jetzt also alle hin, wie sich das Team schlägt.

Die Beachvolleyball-Trainer Juergen Wagner bei der Arbeit am Ball. (imago sportfotodienst)Jürgen Wagner muss ein neues Team formen: Laura Ludwig spielt jetzt mit Margaretha Kozuch. (imago sportfotodienst)

Findungsprozess erfolgreich eingeleitet

Im Deutschlandfunk sagte Jürgen Wagner, Trainer des neuen Teams Ludwig/Kozuch, in Bezug auf seinen bisherigeren Trainingsfortschritt dazu: "Der Findungsprozess auf dem Feld konnte sehr gut entwickelt werden. Die letzten 10 bis 15 Prozent kann man nur in Stresssituationen erlernen." Diese könne kann man mental vorbereiten, aber richtig wahrnehmen könne man sie nur, wenn man sie fühle.

Präzision und Schnelligkeit

Gerade in der Präzision habe das Team noch Potential. Die Schwierigkeit ein Zweierteam zusammenzuführen, liege zum einen darin, eine extrem hohe Präzisionsleistung zu generieren. Und zum anderen darin, dass im Spiel wenig Vorbereitung- und Anpassungszeit vorhanden sei, denn Beachvolleyballspieler seien immer extrem schnell in die nächste Ballaktion eingebunden.

Höchstleistung wichtiger als Harmonie

Das Ziel seiner Trainerarbeit habe mehr auf Höchstleistung zu liegen als auf einer stimmigen persönlichen Chemie zwischen den Spielerinnen. Harmonie bedeute nicht immer, dass eine Höchstleitung rauskäme. Harmonie und Höchstleistung könnten sich auch behindern, weil Harmonie ja immer in einen angenehmen Zustand leite und "wenn ich im Höchstleistungsbereich Sport machen will, dann muss ich meine maximale Leistung rausholen und dazu brauche ich eine gewisse grundsätzliche Spielaggressivität."

Zeit wird knapp

Bis zu den nächsten Olympischen Spielen sind es nur noch eineinhalb Jahre. Wagner rechnet sich dort für sein Team Ludwig/Kozuch keine guten Chancen auf die Goldmedaille aus: "Ich bin eigentlich der Überzeugung, dass es auf dem Niveau in eineinhalb Jahren nicht wirklich optimal zu lösen ist, weil du mindestens diese drei Jahre brauchst; und ein viertes Jahr ist hilfreich, um das alles zu stabilisieren."

Mehr Geld am Beach

Seit 2012 steht den deutschen Beachvolleyballspielern deutlich mehr Geld zur Verfügung. Wagner erkennt daran ein positive Entwicklung für den deutschen Beachvolleyball: "Der Sport an der Spitze hat sich sehr entwickelt durch die Unterstützung vom Verband." Wagner lobt in dem Zusammenhang den entstandenen Olympiastützpunkt mit hauptamtlichem Bundestrainer in Hamburg.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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