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BelarusEuropäische Union erkennt Lukaschenko nicht als Präsidenten an

Im Zentrum der belarussischen Hauptstadt Minsk kam es zahlreichen Festnahmen. (TUT.BY / AFP)
Im Zentrum der belarussischen Hauptstadt Minsk kam es zu zahlreichen Festnahmen. (TUT.BY / AFP)

Die Europäische Union erkennt den gestern vereidigten Präsidenten von Belarus, Lukaschenko, nicht an.

Aufgrund der gefälschten Ergebnisse der Präsidentschaftswahl fehle es der sogenannten Amtseinführung an jeglicher demokratischer Legitimität, erklärte der EU-Außenbeauftragte Borrell. Brüssel werde seine Beziehungen zu Minsk auf den Prüfstand stellen. Borrell rief die belarussischen Behörden auf, das gewaltsame Vorgehen gegen friedliche Demonstranten einzustellen und alle festgenommenen Regierungskritiker freizulassen.

Lukaschenko war gestern Vormittag mehr als sechs Wochen nach der umstrittenen Wahl in einer geheim gehaltenen Zeremonie vereidigt worden. Anschließend kam es zu Demonstrationen in Minsk und anderen Städten des Landes. Nach Angaben des Innenministeriums wurden mehr als 360 Personen festgenommen.

Diese Nachricht wurde am 24.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.