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BelarusTichanowskaja fordert starkes Signal von G-7-Staaten

Swetlana Tichanowskaja, belarussische Oppositionsführerin, spricht während einer Demonstration zur Unterstützung der Bevölkerung von Belarus in Prag. (ŠŠŠimánek Vít/CTK/dpa)
Die belarussische Oppositionspolitikerin Tichanowskaja (hier Archivbild) (ŠŠŠimánek Vít/CTK/dpa)

Die belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja hat die G-7-Staaten vor ihrem Gipfel zu einem starken Signal für die Unabhängigkeit ihres Landes aufgerufen.

Sie sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Staats- und Regierungschefs dürften ihre Augen nicht verschließen. Es bestehe die Gefahr, dass Machthaber Lukaschenko Belarus Stück für Stück an den Kreml verkaufe. Tichanowskaja forderte eine massive Ausweitung der Sanktionen. Am wirkungsvollsten seien Strafmaßnahmen gegen Sektoren, die besonders eng mit dem Regime verbunden seien, etwa Stahl, Holz und petrochemische Produkte. Außerdem müssten sehr viel mehr Personen von der Europäischen Union mit Einreiseverboten und Kontensperrungen belegt werden. Dies sollte für alle Menschen gelten, die ihre Macht missbrauchten, Richter, Staatsanwälte, Polizisten, aber auch Journalisten des Propagandafernsehens.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.