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StartseiteSport am Wochenende"Spitze des Eisbergs"13.10.2018

Belgischer Fußball-Skandal"Spitze des Eisbergs"

Seit Tagen läuft die Operation "Saubere Hände" der belgischen Behörden gegen Entscheidungsträger im belgischen Fußball. Im Raum stehen Geldwäsche, Korruption, organisierte Kriminalität und Spielverschiebung. Die Affäre werde noch weitere Kreise ziehen, glaubt Sportreporter Christophe Ramjoie.

Christophe Ramjoie im Gespräch mit Marina Schweizer

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Die Spieler des KV Mechelen jubeln über den Sieg gegen den KAS Eupen. (imago sportfotodienst)
Die Spieler des KV Mechelen jubeln über den Sieg gegen den KAS Eupen. (imago sportfotodienst)
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Der Fokus für die Staatsanwaltschaft liege derzeit auf den Spielerberatern und den möglichen Spielmanipulationen. "Spielerberater Mogi Bayat und Dejan Veljkovic werden verdächtigt Geldwäsche betrieben und Spiele manipuliert zu haben", berichtet der Journalist Christophe Ramjoie im Deutschlandfunk.

Eher zufällig sei man dabei auf Spielverschiebungen gestoßen. Die Schiedsrichter Bart Vertenten und Sebastian Delferiere sollen ein Spiel zugunsten des KV Mechelen verschoben haben. "Aber das Ganze ist noch recht undeutlich und die Ermittlungen werden dann zeigen, was an der Sache dran ist", so Ramjoie.

Belgischen Profifußball reformieren

"Ich denke nicht, dass dies per se nur ein Problem des belgischen Fußballs ist, nur in Belgien ist jetzt die Spitze des Eisbergs losgetreten worden. Die Ermittlungen beschränken sich ja nicht nur auf Belgien, sondern auch auf andere Länder: Frankreich, Luxemburg und Serbien, um nur einige zu nennen."

"Ich denke, dass da noch einiges folgen wird in den kommenden Wochen und Monaten", so Christophe Ramjoie. In Belgien würde man da jetzt auch die Chance sehen, den Einfluss der Spielerberater einzudämmen und den Skandal zu nutzen, um den belgischen Profifußball in Zukunft zu reformieren.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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