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Bergisch GladbachHohe Haftstrafen in Prozess zum Missbrauchskomplex

Der vorsitzende Richter eröffnet den Prozess im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach gegen den angeklagten Soldaten.  (dpa Pool/Roland Weihrauch)
Prozess im Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach - Archivbild (dpa Pool/Roland Weihrauch)

In einem Prozess zum Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind zwei Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Landgericht Mönchengladbach verhängte gegen die Männer Freiheitsstrafen von dreizehneinhalb und vierzehneinhalb Jahren wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in mehr als 100 Fällen sowie des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Einer der Angeklagten hatte in dem Verfahren gestanden, zunächst seine heute elfjährige Tochter und gemeinsam mit dem Mitangeklagten auch dessen mittlerweile zwölfjährige Nichte regelmäßig schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Verteidiger der beiden, die deutlich geringere Strafen gefordert hatten, kündigten an, das Urteil anzufechten.

Die beiden Männer hatten ihre Taten aufgezeichnet und fotografiert. Die Ermittlungen waren mit einer Durchsuchung bei einem Familienvater in Bergisch Gladbach ins Rollen gekommen. Es handelt sich um ein bundesweit verzweigtes Netzwerk von Pädokriminellen. Bislang sind bundesweit mehr als 200 Verdächtige namentlich identifiziert.

Diese Nachricht wurde am 12.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.