Die Nachrichten

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten

BerichtIn Baumärkten gibt es keine Glyphosatprodukte mehr

Die Angabe "Glyphosat" steht auf der Liste der Zusammensetzung eines Unkrautvernichtungsmittels. (imago stock&people)
Glyphosat in einem Unkrautvernichtungsmittel (imago stock&people)

Die Baumärkte in Deutschland verzichten inzwischen freiwillig auf den Verkauf des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

Der Geschäftsführer des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten, Wüst, sagte der "Wirtschaftswoche", für den Verbraucher seien glyphosathaltige Mittel nicht mehr erhältlich. Die Händler hätten damit auf die Bedenken der Kunden und auf den Wunsch nach mehr Umweltschutz reagiert. Vor der Debatte über das möglicherweise krebserregende Mittel habe die Branche in Deutschland damit jährlich Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe gemacht. Die EU hatte die Zulassung für Glyphosat Ende 2017 um fünf Jahre verlängert.

Aufsichtsbehörden in Europa und den USA gehen davon aus, dass von dem Unkrautvernichtungsmittel keine Krebsgefahr ausgeht. Eine Agentur der Weltgesundheitsorganisation war dagegen zu dem Schluss gekommen, dass die Chemikalie wahrscheinlich Krebs auslöst. In den USA sind gegen den Hersteller Monsanto deshalb zahlreiche Klagen anhängig.