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BerlinEmpörung über Gewaltszenen am Reichstag

Demonstranten gegen die staatliche Corona-Politik haben am Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen und sind auf die Reichstagstreppe gestürmt. (dpa / Lukas Dubro)
Demonstranten gegen die staatliche Corona-Politik haben am Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen und sind auf die Reichstagstreppe gestürmt. (dpa / Lukas Dubro)

Bundespräsident Steinmeier hat mit Empörung auf die versuchte Erstürmung des Reichstags durch Teilnehmer der Proteste gegen die Corona-Politik reagiert.

Er sagte, Reichsflaggen und rechtsextreme Pöbeleien vor dem Deutschen Bundestag seien ein unerträglicher Angriff auf das Herz der Demokratie. Das werde man niemals hinnehmen. Zugleich dankte er den Polizeieinsatzkräften. Außenminister Maas erklärte, Reichsflaggen vor dem Parlament seien beschämend. Zuvor hatten bereits Innenminister Seehofer und Finanzminister Scholz die Ereignisse verurteilt. Auch Politiker von Grünen, der Linken und der FDP sprachen von erschütternden Bildern. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla erklärte dagegen, der großartige Erfolg des bürgerlichen Protestes werde durch die wenigen Randalierer nicht geschmälert.

Zum Ende der Kundgebungen gegen die Corona-Politik der Bundesregierung hatten Demonstranten gestern eine Absperrung am Reichtstagsgebäude durchbrochen und waren auf die Treppe gestürmt. Die Polizei drängte sie mit Pfefferspray zurück. Es gab insgesamt 300 Festnahmen.

Diese Nachricht wurde am 30.08.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.