Mittwoch, 04.08.2021
 
Seit 15:35 Uhr @mediasres
StartseiteSport am Wochenende"Die Unioner haben den Plan"16.01.2021

Berliner Profi-Fußballvereine"Die Unioner haben den Plan"

Verkehrte Welt: Während Union Berlin in der Fußball-Bundesliga oben mitspielt, läuft Hertha BSC seinen Ansprüchen hinterher. Bei der Hertha müsse alles erst noch zusammenwachsen - während Union seit Saisonbeginn einen klaren Plan habe, stellt DLF-Sportredakteur Tommy Wheeler fest.

Tommy Wheeler im Gespräch mit Astrid Rawohl

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Spielszene beim Stadtderby Hertha BSC Berlin gegen 1. FC Union am 4.12.2020. (imago images / Contrast)
Die Hauptstadtklubs: Bei Union läuft es, Hertha läuft seinen Ansprächen derzeit hinterher. (imago images / Contrast)
Mehr zum Thema

Fußball-Bundesliga Hertha BSC droht im Ernstfall Mannschafts-Quarantäne

Video von Kalou in der Coronakrise Hertha BSC hat nichts verstanden

Hertha BSC Berlin Klinsmann verliert Sitz im Aufsichtsrat

Rücktritt bei Hertha BSC "Klinsmann hat den Karren vor die Wand gefahren"

Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC Der Trainer des Investors

Union Berlin vs. Hertha BSC Das neue Erstliga-Derby in der Hauptstadt

1. FC Union Berlin Frauenfußball ohne Profi-Ambitionen

Union Berlin steht derzeit in der Fußball-Bundesliga auf einem sehr guten fünften Tabellenplatz steht, währenddessen verharrt Hertha BSC auf Rang 13.

"Die Unioner haben den Plan seit Saisonbeginn", analysiert Sportjournalist Tommy Wheeler. Es hat erst zwei Saisonniederlagen gegeben – gegen Augsburg und im Derby gegen die Hertha.

Hertha BSC spielt am 11.02.2013 im Berliner Olympiastadion gegen den 1. FC Union Berlin (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel) (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)Union Berlin vs. Hertha BSC - Das neue Erstliga-Derby in der Hauptstadt
Die Rivalität zwischen Union Berlin und Hertha BSC sei noch nicht besonders ausgeprägt, sagte Dlf-Kultur-Sportredakteur Thomas Wheeler. Denn bislang gab es erst vier Aufeinandertreffen – in der zweiten Liga. Es sei abzuwarten, ob Union in der Bundesliga einen Teil seines Kultstatus einbüßt.

Die Hertha müsse erst zusammenwachsen. Unter anderem mit Stürmer Vedad Ibisevic habe es Abgänge von vielen Leistungsträgern gegeben, so Wheeler: "Alles muss sich unter Trainer Bruno Labbadia noch fügen."

Gleichzeitig mache Labbadias Kollege Urs Fischer bei Union alles richtig: "Er wird von Weggefährten als ein klarer, akribischer, konsequenter Mensch beschrieben, der aber auch mal Klartext sprechen kann, wenn es darauf ankommt."

Unterschiedliche Ansprüche bei Hertha und Union

Auch wenn es in der Realität umgekehrt aussieht: Momentan gebe es einen "gewaltigen Unterschied" zwischen dem Anspruch, den die Hertha habe, und dem Saisonziel von Union: Hertha wolle oben mitspielen, Union nach wie vor nur die Klasse halten.

Herthas Manager Michael Preetz will dauerhaft bei europäischen Wettbewerben dabei sein: "Aber man sieht bei dem momentan mageren Punktekonto der Berliner Hertha, dass es dahin noch ein weiter Weg ist." Mit Carsten Schmidt, der seit Dezember neuer Vorsitzende der Geschäftsführung ist, sieht Wheeler positive Veränderungen: "So einen Mann braucht die Hertha." Der Manager kommt von außen, er war mehrere Jahre Vorsitzender der Geschäftsführung beim Bezahlsender Sky Deutschland.  Jetzt soll er sich bei der Hertha um die Gesamtstrategie kümmern.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk