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Berliner WeihnachtsmarktHinweise auf Anschlag verdichten sich

Der Anhänger des Lastwagens steht neben dem zerstörten Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz. (pa/dpa/AP/Schreiber)
Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz am Morgen nach der Tragödie. (pa/dpa/AP/Schreiber)

Ein Lastwagen rast in eine Menschenmenge auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin, 12 Menschen sterben, 49 werden zum Teil schwer verletzt. Die Polizei spricht inzwischen von einem "vermutlich terroristischen Anschlag". Der Tatverdächtige stammt einem Medienbericht zufolge aus Pakistan. Alles im Überblick.

Der festgenommene mutmaßliche Täter sei als Flüchtling in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete das RBB-Inforadio und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise. Den Behörden soll er bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt gewesen sein. Die Berliner Polizei wollte sich dazu nicht äußern. Der Mann war auf der Flucht vom Tatort festgenommen worden und wird verhört. Nach dpa-Informationen soll er mehrere Identitäten genutzt haben.

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Bei der Tat am Montagabend war ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast und hatte mindestens zwölf Menschen getötet. Weitere 49 Menschen lagen am Morgen zum Teil schwer verletzt in Krankenhäusern.

Polizei geht von Vorsatz aus

Inzwischen spricht die Polizei von dem Verdacht auf einen Terroranschlag. Auf Twitter schrieb sie, "alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt". Unmittelbar davor hatten die Ermittler einen Unfall ausgeschlossen. Die Ermittler gingen davon aus, "dass der Lkw vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gesteuert wurde".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte zuvor gesagt, er wolle "das Wort Anschlag noch nicht in den Mund nehmen, obwohl viel dafür spricht". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich bestürzt. "Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem schlimmen Abend für Berlin und Deutschland.

Der dunkle Lastwagen mit polnischem Kennzeichen fuhr laut Polizei gegen 20.00 Uhr auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden. Ein weiterer Mann, der auf dem Beifahrersitz saß, starb laut Polizei vor Ort. Er war Pole. Weitere Details, etwa die Todesursache, gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen.

(bor/fwa)

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