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BeschlussWalfang für Ureinwohner erlaubt

Ein japanisches Walfangschiff im Hafen von Kushiro (imago stock&people)
Ein japanisches Walfangschiff im Hafen von Kushiro (imago stock&people)

Mit einer ungewöhnlich breiten Mehrheit hat die Internationale Walfangkommission (IWC) für die Verlängerung der Fangrechte für Ureinwohner gestimmt.

68 Staaten stimmten bei der Jahrestagung der IWC im brasilianischen Florianópolis für die Ausnahmeregelungen für bestimmte Volksgruppen, sieben Staaten votierten dagegen. Zudem wurden strenge Fangquoten erlassen, um hunderte Minkwale, Buckelwale, Grönlandwale und Finnwale zu schützen. Die Quoten sollen für sechs Jahre gelten und - wenn eine wissenschaftliche Kommission des IWC keine Einwände hat - im Prinzip automatisch verlängert werden. Die Jagd für den Eigenbedarf gilt aus Gründen der Tradition und der Ernährung für bestimmte indigene Gruppen. Betroffen sind vor allem Ureinwohner der Arktis in Alaska, Grönland und Russland sowie auf der zum Karibikstaat St. Vincent und die Grenadinen gehörenden Insel Bequia. Umweltschützer befürchten jedoch, dass Walfangnationen wie Japan, Norwegen und Island die Ausnahmeregelung für ihre Zwecke nutzen könnten - die drei Länder argumentieren ebenfalls mit ihrer Tradition der Jagd auf die Meeressäuger.