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StartseiteBücher für junge LeserDie besten 7 im Monat Mai02.05.2020

BestenlisteDie besten 7 im Monat Mai

Bilderbücher über den Kanarienvogel „Harzer Roller“, der in der ganzen Welt beliebt war und über die erste Bergbesteigung des Mont Blanc. Zwei Bilderbücher über Egozentriker, einen besitzsüchtigen Mann mit Namen Fausto und eine Zyklopen - die besten 7 im Mai.

Ines Dettmann im Gespräch mit Ute Wegmann

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Die besten 7 im Monat Mai (Cover: Nord Süd Verlag / Gerstenberg Verlag / Verlag Urachhaus / Aladin Verlag / Beltz & Gelberg / Dumont Verlag )
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Oliver Jeffers: "Die Fabel von Fausto"
Aus dem Englischen von Anna Schaub
Nord Süd Verlag, Zürich. 96 Seiten, 18 Euro.                                                  ab 5

Alles wollte er besitzen: die Blume, das Schaf, den Berg und zum Schluss sogar das Meer. Seine Gier und sein Hochmut kennen kein Ende. Keiner kann sich ihm wirklich widersetzen. Nur das Meer wird ihn mit Klugheit in den Abgrund führen. Fausto, der Nimmersatte, ertrinkt. In poetischer Sprache und poetischen Illustrationen, aufs Wesentliche reduziert, führt die Fabel vor, wohin Machtmissbrauch und Gier führen können.

 
Daan Remmerts de Vries und Floor Rieder (Illustration): "Der Zyklop"
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg Verlag, Hildesheim. 48 Seiten, 15 Euro.                                      ab 5

Ein Dorf, recht klein und gemütlich, in dem alle nett zueinander sind. Die Seidenraupe spinnt Bettdecken, die Rote Kreuzspinne versorgt die Kranken und die Wasserjungfer sorgt für Getränke. Eines Tages taucht ein Wesen auf, groß und grün und tritt alles kaputt. Kein Wunder! Es hat ja nur ein Auge und kann kaum etwas sehen. Die freundlichen Dorfbewohner wissen Rat: Der Zyklop braucht eine Brille. Gesagt, getan! Aber, was macht er, als er alles scharf und deutlich sieht? Er zerstört, was übrig geblieben ist. Erschüttert schauen die Bewohner ihm hinterher, als er in der Ferne verschwindet. Und sie bemitleiden ihn, denn sie sind viele, aber er bleibt allein. Ein Bilderbuch über Selbstbezogenheit und Gemeinschaftssinn. In beeindruckender Technik.

Ulf Stark und Regina Kehn (Illustration): "Als ich die Pflaumen des Riesen klaute"
Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Verlag Urachhaus, Stuttgart. 93 Seiten,  16 Euro.                                         ab 6

Er ist die unheimlichste Erscheinung der ganzen Gegend: riesengroß und lebensgefähr­lich! Das zumindest erzählt Bernt seinem besten Freund Ulf. Die beiden haben Angst vor dem Riesen im Hawaihemd. Aber dann entdecken sie das Gruseligste überhaupt: Der Mann schleicht sich zu Ulfs Haus, wenn seine Mutter Klavier spielt, und lauscht ... Vielleicht kann man einen Riesen hypnotisieren? Als ein Sturm alles durcheinanderbringt, kann eigentlich nur der Riese helfen. Eine eindringliche Geschichte über Freundschaft und Helden­taten. Aber auch über Ängste und Vorurteile. Mit poetischen, zarten, eindrucksvollen blau-roten Aquarellbildern von Regina Kehn.

 Pierre Zenzius: "Gipfelstürmer"
Aus dem Französischen von Ebi Naumann
Aladin Verlag, Stuttgart. 36 Seiten, 15 Euro.                                                 ab 5

Unwegsame Wälder, endlose Schneefelder und haarsträubend steil abfallende Grate und Schluchten. Eine Gruppe Bergsteiger kämpft sich hinauf zum Gipfel. Wie mühsam zu dieser Zeit der Aufstieg gewesen sein muss. Wie verschwindend klein der Mensch in dieser bizarren Landschaft. Aber es geht immer weiter, immer höher. Die Besteigung des Mont Blanc, des höchsten Berges Europas, im Jahr 1787 durch den Naturforscher Horace Bénédict de Saussure markiert den Beginn des modernen Alpinismus. Werden er und seine Mannschaft es schaffen? Eine kunstvoll gestaltete Bilderbuchgeschichte.

Karen Foxlee: "Alles, was wir träumten"
Aus dem Englischen von Annette von der Weppen
Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim. 348 Seiten, 16,95 Euro.                            ab 11

Lenny und Davey sind Geschwister, aber der Bruder, erst sieben, ist schon fast so groß wie ein erwachsener Mann. Überall schaut man ihnen hinterher. Und immer mehr vermissen die beiden ihren Vater, der nach einem Job nicht mehr zurückgekommen ist. Das Einzige, was Trost bietet, sind die alphabetischen Lexikonhefte, die jeden Monat mit der Post kommen und den Kindern die Welt der Tiere und fremden Länder nach Hause bringt. Lenny träumt davon, Insektenforscherin zu werden. Und Davey möchte, seitdem er den Buchstaben K kennt, nach Kanada auswandern. Aber Daveys Krankheit macht ihr Leben immer schwieriger. Ein bewegender Roman über Geschwisterliebe und Hoffnung.

Dieter Böge und Elsa Klever (Illustration): "189"
Aladin Verlag, Stuttgart. 48 Seiten, 17 Euro.                                               ab 6

Über Tag begleiten sie die Männer in die Silberminen und singen. Wird der Sauerstoff knapp in den Minen, schweigen die Kanarienvögel und die Bergarbeiter wissen, dass sie den Heimweg antreten müssen. So war das Mitte des 19. Jahrhunderts im Harz. Ihr außergewöhnlicher Gesang machte die Kanarienvögel weltberühmt, und die begehrten "Harzer Roller" wurden in die fernsten Länder gebracht. Auch dieser gelbe Kanarienvogel wird eines Tages davon überrascht, eine lange Reise anzutreten. Zusammen mit vielen anderen auf einem Tragegestell. Die Reise führt den Vogel nach New York, wo er eine weitere große Überraschung erlebt. Zwischen wundervollen gedeckten Farben des Waldes und der Landschaft leuchtet strahlend das Gelb des Kanarienvogels, einer von 189.

Verena Güntner: "Power"
Dumont Verlag. Köln. 254 Seiten,  22 Euro.                                                 ab 14

Ein Kind in einem kleinen Dorf, umgebenen von Wald und Feldern. Eines Tages verschwindet der Hund der Nachbarin. Kerze verspricht, den Hund mit dem Namen Power zurückzubringen. Koste es, was es wolle. Sie geht methodisch vor und durchstreift das Dorf und die Felder. Dabei wird sie von den anderen Kindern beobachtet, die sich ihr nach und nach anschließen. Sie bilden ein Rudel, das Powers Fährte aufnimmt. Und ziehen schließlich in den Wald.
Mit außergewöhnlicher Sprachmacht, Scharfsinn und mit enormem Einfühlungsvermögen erzählt Verena Güntner davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert.

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