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BeutekunstFrankreich gibt Kunstwerke an Benin zurück

Die Kuratorin Koyo Kouoh mit Frankreichs Präsident Macron (POOL)
Die Kuratorin Koyo Kouoh mit Frankreichs Präsident Macron (POOL)

Frankreich gibt 26 afrikanische Kunstwerke an Benin zurück.

Der französische Präsident Macron erklärte, die Stücke aus der Zeit des westafrikanischen Königreichs Dahomey sollten noch in diesem Monat in Benin eintreffen. Derzeit befinden sich die Werke, darunter Königsthrone, Altare und Statuen, im Museum Quai Branly in Paris. Macron erklärte, eine Rückgabe der Werke an Afrika bedeute, jungen Afrikanern Zugang zu ihrer Kultur zu ermöglichen. "Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein. Es gab eine koloniale Plünderung, das ist absolut wahr", sagte Macron vor einer Gruppe afrikanischer Kulturschaffender bei einem Afrika-Frankreich-Treffen in Montpellier. Er wies darauf hin, dass bereits andere Werke an den Senegal und Benin zurückgegeben worden seien und die Rückgabe von Kunstwerken an die Elfenbeinküste geplant sei.

Im Musée du quai Branly lagern noch Tausende Kunstwerke aus ehemaligen französischen Kolonien. Ein umfassender Bericht aus dem Jahr 2018, der von Macron in Auftrag gegeben wurde, empfahl französischen Museen die Rückgabe von Werken, die ohne Zustimmung entwendet wurden, und schätzte, dass sich bis zu 90 Prozent der afrikanischen Kunst außerhalb des Kontinents befinden. Einige andere europäische Länder unternehmen ähnliche Anstrengungen.

Diese Nachricht wurde am 10.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.