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Biathlon-WeltverbandNeue Doping-Ermittlungen gegen Olympiasieger Ustjugow

Der russische Biathlet Jewgeni Ustjugow beim Biathlon-Weltcup in Oberhof. (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
Jewgeni Ustjugow 2012 beim Weltcup in Oberhof (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

Der frühere Biathlon-Olympiasieger Jewgeni Ustjugow wehrt sich gegen neue Anti-Doping-Ermittlungen des Biathlon-Weltverbandes (IBU).

Die russische Biathlon-Union teilte mit, dass er bei einem Gericht in Österreich Klage gegen die in Salzburg ansässige IBU eingereicht habe. Zum ersten Mal sei ein staatliches Gericht in einer solchen Frage eingeschaltet worden und nicht ein Sportschiedsgericht. Die Integritätsstelle des Weltverbands hatte wegen des angeblichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Regeln ein neues Verfahren gegen Ustjugow eröffnet.

Dem Russen, der seine Karriere vor rund sechs Jahren beendet hatte, wird die "Verwendung einer verbotenen Substanz oder Methode" vorgeworfen. Bereits im November 2018 hatte die IBU Verfahren gegen Ustjugow und weitere russische Biathleten an ihre nationale Anti-Doping-Kommission weitergegeben.

Ustjugow wurde 2014 in Sotschi mit der Staffel Olympiasieger vor dem deutschen Team. Sollte er des Dopings überführt werden, könnte die DSV-Staffel aus Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp nachträglich Gold bekommen, berichtet der Sport-Informations-Dienst. Die Entscheidung über eine nachträgliche Disqualifikation der russischen Staffel könne aber nur das Internationale Olympische Komitee (IOC) treffen.