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Bilder durch Sonnenlicht

Sichtbar in der Natur kommt ganz langsam der Herbst. Jeden Tag erhalten wir jetzt etwas weniger Licht von der Sonne. Die Sonne geht später auf und früher unter - ein Muster, das wir bis zur Wintersonnenwende im Dezember beobachten können.

Von Damond Benningfield |
    Das Sonnenlicht, das wir sehen, hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich - eine Reise, die tief im Herzen der Sonne begann.

    Wie die meisten Sterne erzeugt auch die Sonne Energie, indem sie in ihrem heißen Kern Wasserstoff zu Helium verbrennt. Erstaunlich: in jeder Sekunde verbrennt unsere Sonne mehr als 600 Millionen Tonnen Wasserstoff. Doch wird nicht alles zu Helium verwandelt. Entsprechend der von Albert Einstein formulierten Gleichung: E = m c² wird ein kleiner Teil der am Prozess beteiligten Masse in Strahlungsenergie umgewandelt. Und zwar in Röntgenstrahlung, die für den Menschen schädlich und für das Auge unsichtbar ist.

    Während diese Strahlung Hunderttausende von Kilometern zur Sonnenoberfläche reist, wird sie verändert. Sie wird an Elektronen gestreut, von Atomen absorbiert und wieder emittiert - und schließlich vornehmlich als sichtbares Licht abgestrahlt. Hunderttausende von Jahren vergehen, bis die Strahlung vom Kern die Oberfläche erreicht.

    Danach ist es ein schneller Weg zur Erde - etwas mehr als 8 Minuten. Die Erdatmosphäre streut insbesondere den blauen Anteil des Sonnenlichts. Deshalb haben wir einen blauen Himmel. Anderes Licht wird vom Boden, Bäumen oder Gebäuden in unsere Augen reflektiert. Die Augen senden das Signal zum Gehirn, das uns dann das Bild von der Welt um uns herum liefert - ein Bild, das die Sonne gemalt hat.