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Bildgebungsverfahren MedizinErstmals farbige Röntgenbilder

Röntgenbild (picture alliance / dpa / Foto: Klaus Rose)
Bislang sind Röntgenbilder schwarz-weiß. Mit Hilfe eines neuen Bildgebungsverfahrens könnten sie bald farbig werden. (picture alliance / dpa / Foto: Klaus Rose)

Wissenschaftler aus Neuseeland haben zum ersten Mal eine Röntgenaufnahme in Farbe erstellt.

Möglich machte dies ein neuartiger Scanner, mit dem außerdem Aufnahmen in drei Dimensionen möglich sind. Das Gerät registriert mit Hilfe spezieller Pixeldetektoren jedes ankommende Strahlungsteilchen und kann deren unterschiedliche Energien farbig darstellen. Dadurch erlaubt es eine einfache Unterscheidung von Gewebetypen. Die Röntgenbilder sind außerdem hochauflösender und kontrastreicher als Aufnahmen aus konventionellen Bildgebungsverfahren. Das soll Ärzten bei der Diagnose helfen.

Die Technik wurde ursprünglich am Forschungszentrum CERN entwickelt und sollte am Teilchenbeschleuniger LHC eingesetzt werden.

In den kommenden Monaten soll der Scanner in einer weiteren klinischen Untersuchung bei Patienten mit Rheuma und orthopädischen Beschwerden getestet werden. Ziel ist es dem Forscherteam zufolge, das Röntgen in Farbe so bald wie möglich in die Kliniken und Praxen einzusetzen.

Diese Nachricht wurde am 14.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.