Mittwoch, 29.01.2020
 
StartseiteCampus & KarriereBrauchen wir ein Ende der Bildungs-Kleinstaaterei?04.01.2020

BildungsföderalismusBrauchen wir ein Ende der Bildungs-Kleinstaaterei?

16 unterschiedliche Systeme, kaum vergleichbare Prüfungen und Abschlüsse - Bildungschancen hängen in Deutschland auch vom Bundesland ab. Ein Nationaler Bildungsrat sollte mehr Vergleichbarkeit schaffen, ist jedoch gescheitert. Braucht es nun eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus?

Moderation: Manfred Götzke

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein leeres Klassenzimmer in der Carl-Humann-Schule in der Scherenbergstraße in Berlin-Prenzlauer Berg. (Fabian Sommer /dpa)
Brauchen wir mehr oder weniger Föderalismus in der Bildungspolitik? (Fabian Sommer /dpa)
Mehr zum Thema

Streit zwischen Bund und Ländern Der Digitalpakt als Prüfstein für den Föderalismus

Streit um Nationalen Bildungsrat "Wir lernen nicht von unseren eigenen Forschungsergebnissen"

Bildungspolitik Kultusminister ringen weiter um Bildungsrat

Piazolo (bayerischer Kultusminister) Für Föderalismus braucht es keinen Nationalen Bildungsrat

Diskussion um Nationalen Bildungsrat Hamburger Schulsenator (SPD): Söder und Kretschmann haben Tür zur Einigung zugeschlagen

Proteste gegen Mathe-Prüfungen Neue Wege zum einheitlichen Abitur gesucht

Mit mehr Einfluss von Bund, Gesellschaft und Wissenschaft sollte ein Nationaler Bildungsrat für gleichwertigere Bildungsverhältnisse in Deutschland sorgen - so hat es die GroKo noch 2018 beschlossen. Doch bevor das Gremium überhaupt gegründet wurde, sind Bayern und Baden-Württemberg Ende des Jahres ausgestiegen.

Zwar wollen die Kultusminister nun eine Art Bildungsrat light gründen, doch Kritiker befürchten, dass der wohl kaum etwas bewirken dürfte. Unter andrem die FDP fordert deshalb eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus. Dass sich etwas in der deutschen Schulpolitik ändern muss, hat zuletzt das mäßige Abschneiden der deutschen Schüler beim PISA-Test gezeigt.

Ein Junge steht an einer Tafel im leeren Klassenraum. (imago/ Jérôme Gorin) (imago/ Jérôme Gorin)Kultusminister ringen weiter um Bildungsrat 
Um den Bildungsrat hatte es zuletzt heftigen Streit gegeben, nachdem Bayern und Baden-Württemberg aus dem Projekt ausgestiegen waren. Die beiden Länder fürchten einen Eingriff des Bundes in die Bildungshoheit der Länder. Der Grundsatzstreit geht weiter.

Campus & Karriere fragt: Brauchen wir mehr oder weniger Föderalismus in der Bildungspolitik? Ist eine grundsätzliche Reform wie etwa von der FDP gefordert nötig? Welche Rolle kann der "wissenschaftliche Beirat" spielen, den die Länder nun planen? Warum fällt es den Ländern so schwer, sich verbindlich auf einheitliche Standards zu einigen – etwa beim Abitur?

Gesprächsgäste:

  •         Bettina Martin, Kultusministerin in Mecklenburg-Vorpommern (SPD)
  •         Michael Piazolo, Kultusminister in Bayern (FW)
  •         Robert Rauh, Lehrer und Föderalismus-Kritiker
  •         Jens Brandburg, Sprecher für Studium und berufliche Bildung der FDP-Fraktion

Unsere Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen. Rufen Sie uns kostenfrei an unter: 00800 – 44 64 44 64 – oder senden Sie eine Mail an campus@deutschlandfunk.de. Sie können ab Freitag 15 Uhr bis zur Sendung morgen auch eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk