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BiodiversitätÖlpalmen-Plantagen sorgen für zweites Artensterben

Blick über eine Palmölplantage auf Sumatra in Indonesien (undatiertes Handout). (Fletcher Baylis WWF Indonesia / dpa )
Eine Palmölplantage auf Sumatra in Indonesien (Fletcher Baylis WWF Indonesia / dpa )

Die Produktion von Palmöl ist offenbar noch schlechter für Umwelt und Artenvielfalt als bisher bekannt.

Wenn Regenwald abgeholzt wird, um Ölpalmen zu pflanzen, schadet das dem Ökosystem und der Artenvielfalt. Eine neue Studie zeigt, dass sich diese Probleme verstärken, wenn die Ölpalmen-Plantagen nach 25 Jahren neu angelegt werden. Dann nämlich sind die alten Palmen nicht mehr produktiv genug, um sie kommerziell zu nutzen.

Zwei britische Forscher haben die Folgen der Neuanpflanzung untersucht. Demnach lebten in der zweiten Generation einer Ölpalmen-Plantage noch mal fast 60 Prozent weniger Tiere als in der ersten. Das liege unter anderem daran, dass die alten Bäume erstmal mit schweren Maschinen entwurzelt und abtransportiert werden. Dadurch würden viele Tiere vertrieben. Außerdem werde die Bodenoberfläche noch anfälliger für Erosion. Die Langzeitfolgen der Palmöl-Produktion seien deshalb noch negativer als bisher angenommen.