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BiologieWie die Ziege domestiziert wurde

Ziegen gibt es weltweit in vielen Rassen. Im Bild eine Ziege in Wiesenthal, in der Thüringischen Rhön. Wiesenthal, Freistaat Thüringen. (picture alliance / dpa /  Klaus Nowottnick )
Ziegen gibt es weltweit inzwischen in vielen Rassen. (picture alliance / dpa / Klaus Nowottnick )

Die Domestizierung von Ziegen war ein komplexer Prozess in mehreren Regionen.

Im Fachblatt "Science" zeichnet ein internationales Forschungsteam nach, wie Ziegen in den vergangenen 8.500 Jahren zu Haustieren wurden. Sie zeigten auf, dass die Ziege in drei Zentren gezähmt wurde: Im Westen Anatoliens, am Rande des Balkans, außerdem im Grenzgebiet von Iran und Turkmenistan sowie in der Levante. Herausgefunden haben sie es mit Hilfe einer chemischen und genetischen Analyse der Knochen von 83 Ziegen, die aus der Altsteinzeit bis hin zum Mittelalter stammen.

Die Forscher schreiben, dass die Menschen dort aber wahrscheinlich nicht zufällig fast gleichzeitig anfingen, Ziegen zu zähmen. Sie gehen davon aus, dass eine Gruppe damit anfing und dann die Idee verbreitet hat, dass man Ziegen nicht jagen muss, um an ihr Fleisch zu kommen, sondern sie einfach zähmen und züchten kann. Das könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass die Menschen damals schon stark vernetzt waren.

Diese Nachricht wurde am 10.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.