Die Nachrichten
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22. Juni 2021Blick in die Zeitungen von morgen

Ein Thema ist die Entscheidung der Uefa, dass das Münchner Stadion beim Spiel Deutschland gegen Ungarn nicht in Regenbogenfarben leuchten wird.

Die Allianz Arena in München leuchtet in der Nacht in Regenbogenfarben. (Imago Images / Sven Simon)
Am 30.1.2021 leuchtet die Allianz Arena in München in den Regenbogenfarben als Zeichen fuer Toleranz und gegen Diskriminierung. (Imago Images / Sven Simon)

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE findet den Beschluss der Uefa ...

"... richtig. Deren Statuten sehen politische und religiöse Neutralität vor. Dennoch haben die Münchner die beabsichtigte Farbaktion ausdrücklich mit einer politischen Auseinandersetzung in Ungarn verknüpft - und damit sehenden Auges die Ablehnung provoziert."

Eben jene Statuen prangert die STUTTGARTER ZEITUNG an:

"Dass Sport und Politik nichts miteinander zu tun haben dürfen, ist ein großes Missverständnis und billiges Alibi der Verbände, denen es nur darum geht, die stete Profitmaximierung nur ja nicht zu gefährden. Andernfalls hätte die Fifa die WM 2022 niemals nach Katar vergeben dürfen."

Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG blickt auf die Außenwirkung, die die Illumination gehabt hätte:

"Es wäre gegen ein Land und gegen eine Mannschaft gerichtet gewesen, die bei uns zu Gast ist. Die Regenbogen-Arena hätte auch das Signal einer deutschen Überheblichkeit in Fragen von Weltoffenheit und Moral ausgesendet."

Die FRANKENPOST hingegen meint:

"Wenn es darum geht, Flagge gegen Diskriminierung und für Diversität zu zeigen, kuscht die UEFA. Sie kuscht vor möglichen Reaktionen aus Ungarn. Mit dieser Entscheidung zeigt der europäische Fußball-Verband offen für alle sein wahres Gesicht. Es ist geprägt von Feigheit."

Und die VOLKSSTIMME aus Magdeburg bemerkt:

"Ein so grandioses Zeichen an das ungarische Volk ausgerechnet an einem Fußballstadion erscheint ziemlich selbstgerecht. Auch hierzulande vermeiden es Fußballer wegen einer intoleranten Fan-Szene sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen."

Die Union hat verhindert, dass sich die Vermieter am steigenden CO2-Preis beteiligen müssen. Der REUTLINGER GENERALANZEIGER erläutert:

"Ein Kompromiss muss nicht immer gut sein. Es gibt auch faule Kompromisse. In diese Kategorie fällt die Idee, dass sich Vermieter und Mieter die Mehrkosten für den CO2-Preis auf Öl und Gas teilen. Denn der Vermieter hat faktisch keinen Einfluss auf das Heizverhalten der Mieter und wird dennoch zur Kasse gebeten."

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG sieht hingegen einen...

"... schwarzen Tag für Mieter. Der dringend nötige Klimaschutz bekommt so eine soziale Schieflage. Zwar ist es richtig, dass Mieter die direkten Verbraucher von Heizöl und -gas sind. Doch sie haben es nicht in der Hand, ob eine Heizungsanlage erneuert oder ein Haus energetisch saniert wird."

Der MÜNCHNER MERKUR findet es generell richtig, dass die CDU in Fragen des Klimaschutz zurückhaltend agiert:

"Ja: Für den Klimaschutz braucht es Drängler - aber auch Pragmatiker, die das Regierungshandwerk verstehen und unideologisch das Wünschenswerte mit dem Möglichen in Einklang bringen. Man kann es das 'Prinzip Laschet' nennen: langweilig, aber sexy."