Die Nachrichten
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12. September 2021Blick in die Zeitungen von morgen

Zahlreiche Zeitungen kommentieren den CSU-Parteitag und den Wahlkampf. Die Zeitung DIE WELT meint:

Am zweiten Tag des CSU-Parteitags war Unionskanzlerkandidat Laschet zu Gast. (AFP)
Am zweiten Tag des CSU-Parteitags war Unionskanzlerkandidat Laschet zu Gast. (AFP)

"Der CSU-Parteitag offenbart das Scheitern der uninspirierten CDU-Kampagne. Laschet blieb das Produkt des Geklüngels einer Männerrunde und des Duckmäusertums der CDU-Vorstandsmitglieder. Er kann mitreißender reden als Scholz, er hat eine ausgeprägte Mimik, er hat Humor. Dass er bisher weniger sympathisch wirkt als Scholz, ist eigentlich absurd."

Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg schreibt:

"Die Unionseinheitsshow kommt einerseits zu spät, andererseits ist sie nicht glaubhaft. Noch kurz vor dem Parteitag wiederholte CSU-Generalsekretär Markus Blume, was ohnehin alle in der CSU und einige in der CDU denken: dass Söder der bessere Kanzlerkandidat gewesen wäre."

Der MÜNCHNER MERKUR kritisiert den CSU-Vorsitzenden:

"Söder hätte Laschet im April verhindern müssen, wenn er ihn für den verheerend Falschen hält. Oder ihn ohne Wenn und Aber unterstützen müssen. Für beides hätte es gute Argumente gegeben, auch dafür, dass Söder der Bessere gewesen wäre. Aber monatelang ein bisschen unterstützen, ein bisschen kritisieren oder die freundlichen Sätze ironisch brechen - das zog die CSU mit in Laschets Abwärtssog."

Hören Sie nun Kommentare zur Corona-Politik und der Impfmüdigkeit. Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz notiert:

"Entscheidend ist nun die noch immer große Gruppe derjenigen Erwachsenen, die sich aus Unsicherheit, Unwissenheit oder Bequemlichkeit noch nicht haben impfen lassen. Auf sie kommt es an, sie müssen motiviert und überzeugt werden. Jetzt gibt es immerhin eine bundesweite 'Impfaktionswoche' - aber wo ist parallel dazu, und zwar schon seit vielen Wochen, die breite Social-Media-Kampagne mit jungen und mittelalten Schauspielern, Influencern, Rappern?"

Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz fordert Konsequenzen:

"Wer sich den Luxus leistet, auf kostenlose Vorsorge in Form einer millionenfach bewährten und wissenschaftlich abgesicherten Schutzimpfung zu verzichten, soll auch dafür blechen. Bis dahin geht aber wieder wertvolle Zeit verloren. Zeit, in der sich die Delta-Variante weiter ausbreitet. Kanzlerin und Ministerpräsidenten hätten die Daumenschrauben früher anziehen müssen."

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG ist alarmiert:

"Es bleibt zu befürchten, dass Deutschlands Intensivstationen sich wieder füllen werden. Diese Aussicht hat etwas Frustrierendes, denn das Leid wäre so leicht zu vermeiden. Corona ist jetzt eine Pandemie der Ungeimpften."