Die Nachrichten
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14. September 2021Blick in die Zeitungen von morgen

Schwerpunkt der Kommentare ist der Bundestagswahlkampf. Weiteres Thema ist die Balkanreise der Bundeskanzlerin.

Janine Wissler (l-r), Linke-Parteivorsitzende, Alice Weidel, AfD-Fraktionsvorsitzende, Christian Lindner, FDP-Parteivorsitzender, und Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef, kurz vor der Live-Sendung "Der Vierkampf nach dem TV-Triell" (picture alliance/dpa | Annette Riedl)
Wahlkampf im Fernsehen, hier "Der Vierkampf nach dem TV-Triell" (picture alliance/dpa | Annette Riedl)

"So oft wie in diesem Jahr waren die Spitzenkandidaten der Parteien wohl noch nie zur Hauptsendezeit im Fernsehen zu sehen",

schreibt die SÜDWEST PRESSE aus Ulm.

"Armin Laschet im Interview hier, Olaf Scholz vor einer Schulklasse da, Annalena Baerbock in der Bürger-Arena dort, und dann noch alle drei im Triell. Auch die Kandidaten der kleinen Parteien mischen mit. Nach diesem Wahlkampf kann niemand behaupten, er habe sich kein Bild machen können."

Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg bewertet den Wahlkampf von CDU und CSU:

"Alles läuft schief. Die Union ist wie 2017 inhaltsleer und ohne Konzept in den Wahlkampf gegangen. Die Marke 'Merkel' hat beides viele Jahre lang ersetzt. Aber es gelingt ihr - anders als der SPD und den Grünen - auch nicht, einen schwachen Kandidaten stärker zu machen."

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG meint zu Warnungen aus der Union vor einem Linksbündnis:

"Dabei wollen Scholz und Annalena Baerbock partout nicht mit der Linkspartei regieren, das haben beide hinlänglich klargemacht. Erst die Union hat die zerstrittene Truppe wieder ins Spiel gebracht und die SPD in die Zwickmühle. "

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE bemerkt zur Linkspartei:

"Diese Partei taugt für zwei Dinge nicht: Erstens für eine Regierungsbeteiligung im Bund, das sollten Scholz und Baerbock klar sagen. Zweitens aber auch nicht für die Hauptrolle einer Horror-Kampagne der Union nach dem Motto: Laschet oder Sozialismus."

Das sieht die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg ähnlich:

"Es ist Hohn, wenn Linken-Politiker wie Parteichefin Janine Wissler nun so tun, als wäre eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl durchaus naheliegend. Es braucht keine Wiederauflage der Rote-Socken-Kampagne der CDU, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass diese Partei in einer Bundesregierung keinen Platz haben sollte."

Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz geht auf die Balkanreise von Bundeskanzlerin Merkel ein:

"Längst haben Russland und China, aber auch islamische Machtspieler wie Saudi-Arabien die offene Flanke Europas für das Basteln an eigenen Einflusszonen genutzt. Das schwächt Europa. Doch am Ende ihrer Amtszeit weiß Merkel nur erneut an die EU zu appellieren und zu versichern, dass der Balkan auch für ihren Nachfolger Herzensanliegen sein werde. Das ist viel zu wenig - und so bleibt ihr Besuch trotz aller Wertschätzung ihrer Gesprächspartner für ihren Einsatz mit der bitteren Vorahnung verbunden, dass sich in der Nach-Merkel-Ära die Probleme und Konflikte aufschaukeln."

Und der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER erläutert:

"Die EU ist vorsichtig geworden: Sie will keine trojanischen Pferde hereinlassen. Am Ende sitzen dann Peking und Moskau in Brüssel mit am Tisch."