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StartseiteVerbrauchertippEs kommt nicht nur auf den Sound an11.01.2019

Bluetooth-BoxenEs kommt nicht nur auf den Sound an

Ob auf der Party oder im Garten: Mit einer Bluetooth-Box lassen sich Musik, Radio oder Hörbücher kabellos genießen. Beim Kauf der kleinen Lautsprecher sollte aber nicht nur der Klang entscheidend sein. Ebenso wichtig ist eine gute Vernetzbarkeit.

Von Michael Voregger

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"Bluetooth-Lautsprecher" steht auf einem Schild in einem Elektronikmarkt (dpa / Armin Weigel)
Für einen guten Klang müssen etwa 150 Euro investiert werden (dpa / Armin Weigel)
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Die klassischen Zeiten von Stereoanlage und Plattenspieler scheinen vorbei zu sein. Moderne Musikanlagen bestehen oft nur noch aus einer einzelnen Box. Kabel gibt es auch kaum noch und die Signale werden dann drahtlos übertragen. Die Quelle der Musik ist das Internet, ein Smartphone oder ein Tablet. Übersichtlicher ist das Hörvergnügen damit allerdings nicht geworden. Aktuell kommen drei Techniken zum Einsatz. Sven Hansen ist Redakteur bei der Zeitschrift "ct" und Experte für Lautsprecher.

"Das sind einmal die ganz kleinen, die klassisch per Bluetooth bespielt werden, die man klassischerweise neben einem Handy sehen würde. Dann gibt sogenannte WLAN-Lautsprecher, die ihr Signal über das heimisch WLAN empfangen. Die dritte Generation – recht neu – sind die Smart-Speaker. Wo der erste Eingangspunkt die Sprachsteuerung ist, das heißt, geht es um eine Steuerung eines Systems – vielleicht sogar die Steuerung des Smart-Homes und eher am Rande um die Musik."

Übertragung mit Bluetooth stößt schnell an Grenzen

Die Übertragung mit Bluetooth stößt schnell an Grenzen. Wer mit dem Handy in einen anderen Raum geht, stellt schnell fest, dass die Signale abbrechen und die Boxen stumm bleiben. Klaus Ramma ist Tontechniker und hat im Beruf viel mit Musikproduktionen zu tun. In den eigenen vier Wänden setzt er auf eine einfachere Technik.

"Man spielt die Musik vom iPad oder vom Handy ab und hat keine Kabelverbindung. Das ist natürlich super praktisch. Der Unterschied ist natürlich zum einen, dass diese kabellosen Boxen kaum ein Stereobild produzieren können."

Musik aus dem Internet

Werden die Boxen direkt in das kabellose Netzwerk eingebunden – also in das W-LAN – dann funktioniert es ein wenig anders. Das Smartphone dient nur als Fernbedienung und steuert die Musikwiedergabe. Die Musik selbst kommt zum Beispiel aus dem Internet von Diensten wie Spotify, Napster und anderen. Wenn die Musik ausgewählt ist, kann das Handy beiseitegelegt oder sogar ausgeschaltet werden. Mit diesen Systemen können mehrere Räume problemlos beschallt werden. Die Lautsprecher lassen sich einzeln ansteuern oder alle spielen die gleiche Musik. Anfangs waren diese vernetzten Lautsprecher eher minderwertig. Die Hersteller haben mehr auf die Technik geachtet, also auf das Streaming an sich und wie die Musik abgespielt wird. Die Übertragung musste sicher sein und frei von Unterbrechungen. Sven Hansen.

"Inzwischen ist es aber so, dass man sie von der Klangqualität in allen Lautsprecherklassen bekommen kann. Das geht von kleinen Lautsprechern, die in Mono spielen, die man im Gäste-WC oder der Küche sich hinstellen würde. Bis hin zu richtigen Stereo-Set-ups mit zwei Lautsprechern und die gehen bis hin in die Größe von richtigen Standlautsprechern. Da hat man die freie Wahl und kann klanglich schon sagen, dass die mit größeren Anlagen durchaus mithalten können."

Alte Technik einbinden

Für einen guten Klang müssen etwa 150 Euro investiert werden. Dafür bekommt man einen kompakten Lautsprecher, der für seine Größe sehr gut klingt. Wer auf seine alte Anlage nicht verzichten will, der kann sie mit Zusatzgeräten Verstärker, CD-Player und Tapedeck in das System einbinden. Klaus Ramma setzt nur bei besonderen Anlässen noch auf die bewährte Technik inklusive Plattenspieler.

"Wir haben noch eine klassische Stereoanlage und wenn man etwas Besonderes hört, also Klassik oder Jazz, dann will man das natürlich mit einem etwas höheren Anspruch hören."

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