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StartseiteMusikszeneAbseits von Aufständen, Kriegen und religiösen Wirren03.10.2016

Böhmische MusiktraditionenAbseits von Aufständen, Kriegen und religiösen Wirren

Die Öffnung der Grenzen nach der friedlichen Revolution von 1989 ermöglichte Menschen aus dem ehemaligen Ostblock nicht nur eine politische Neuausrichtung. Junge Musiker aus der Tschechischen Republik etwa begannen im Westen zu studieren und die Ideen der historischen Aufführungspraxis in ihre Heimat zu tragen.

Von Rainer Baumgärtner

Die tschechische Sopranistin Hana Blažiková  (picture alliance / dpa /  Katerina Sulova)
Bedeutende tsschechische Interpretin alter Musik: die Sopranistin Hana Blažiková (picture alliance / dpa / Katerina Sulova)

Nach und nach entstand dort eine beachtliche Zahl professioneller Alte-Musik-Ensembles, von denen sich Formationen wie das Collegium 1704 oder die Musica Florea und Solistinnen wie die Sopranistin Hana Blažiková längst auch international einen Namen gemacht haben. Die meisten Ensembles legen bei ihren Projekten ein besonderes Augenmerk auf die Wiederbelebung des nationalen musikalischen Erbes. So sind in den vergangenen Jahren eindrucksvolle Erstaufnahmen erschienen, nicht nur von Werken des herausragenden Jan Dismas Zelenka, sondern auch von Komponisten wie Michna, Brentner oder Mysliveček. Das erhöhte Interesse an der Musiktradition des Landes zeigt sich aber auch an Aufführungen im märchenhaften Barocktheater von Český Krumlov oder in der steigenden Wertschätzung der vielen historischen Orgeln in Böhmen und Mähren.

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