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StartseiteBörseUS-Geldpolitik belastet Wall Street13.12.2013

Börse am DonnerstagUS-Geldpolitik belastet Wall Street

Eine Weihnachtsrallye an der New Yorker Börse wird immer unwahrscheinlicher. New York muss auf das dritte negative Schlussbild in Folge zurückschauen.

Ein Händler an der New Yorker Börse am 12. Dezember 2013 (dpa / picture-alliance / Andrew Gombert)
Ein Händler an der New Yorker Börse (dpa / picture-alliance / Andrew Gombert)

Die Anleger bleiben in der Defensive. Die meisten wollen wegen der Ungewissheit in Bezug auf die künftige US-Geldpolitik keine größeren Risiken eingehen.

Der Aktienstratege David Buik verweist außerdem darauf, dass die New Yorker Aktien unter dem Strich ein Viertel höher stehen als zu Jahresbeginn. Deshalb sei jetzt erst einmal eine Pause nötig. "Ich rate dazu, in Deckung zu gehen - ein Schutzhelm, das ist wohl das beste, was die Anleger sich vom Weihnachtsmann wünschen können", scherzt er.

Das Hightech-Barometer Nasdaq kam noch am glimpflichsten davon. Zu Handelsende stand ein Abschlag von 0,2 Prozent auf der Tafel. Der breiter gefasste Dow Jones Index gab 0,7 Prozent ab, sein Endstand: 15.739 Punkte.

Ganz oben auf den Verkaufslisten war Lululemon zu finden. Der auf Yogakleidung spezialisierte Sportartikelhersteller hat mit seinem Quartalsergebnis alle Analystenerwartungen in den Schatten gestellt. Die Prognose für die nächsten Monate könnte allerdings besser sein. Das Management erwartet allenfalls stagnierende Umsätze.

Bei den Hightechfirmen war Cisco das Schlusslicht. Der Chef des Computerkonzerns hat die Analysten in einer Konferenzschaltung erneut vor schwachen Geschäften in den Schwellenländern gewarnt.

Facebook hatte bessere Karten. Das soziale Netzwerk wird zum 23. Dezember in den S&P 500 Index aufgenommen. Das bedeutet, dass sich dann auch die großen Fondsmanager verstärkt für diesen Wert interessieren dürften.

Auch Hilton war gefragt. Der Hotelkette ist ein glänzendes Börsendebüt gelungen. Die Aktie schoss gleich am ersten Handelstag um 8 Prozent nach oben.

Am Rentenmarkt standen die Kursticker auf rot. Die richtungsweisenden, zehnjährigen US-Staatsanleihen verschlechterten sich um drei Stellen auf eine Umlaufrendite von 2,88 Prozent.

Der Euro war am Abend in New York 1,3748 Dollar wert. Die US-Schlussnotierung für Gold betrug 1.226 Dollar 50 Cent.

Die Börse in Tokio hat am Freitag uneinheitlich geschlossen. Schwache Vorgaben aus den USA und Europa lasteten auf dem Aktienmarkt. Der schwächere Yen gab allerdings Papieren von exportorientierten Unternehmen Auftrieb. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gewann 61,29 Zähler oder 0,4 Prozent auf 15 403,11 Punkte. Der breit gefasste Topix gab um 3,35 Punkte oder 0,27 Prozent auf 1 238,88 Zähler nach.

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