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StartseiteBörsePositiver Wochenausklang in New York14.12.2013

Börse am FreitagPositiver Wochenausklang in New York

Das Rätselraten um die künftige FED-Politik hält die Wall Street in Schach. Erst in der letzten Handelsstunde gelang den Aktienindizes der Ausreißer nach oben.

Ein Fünf-Dollar-Schein hängt wie eine Flagge schlaff an ihrem Mast. (picture alliance / dpa / Maximilian Schönherr)
Ein Fünf-Dollar-Schein hängt wie eine Flagge schlaff an ihrem Mast. (picture alliance / dpa / Maximilian Schönherr)

Bislang gingen die Anleger davon aus, dass die US-Notenbank frühestens im März 2014 mit der Drosslung ihrer ultralockeren-Geldpolitik beginnen wird. Doch jetzt sind sie sich nicht mehr so sicher.

Der Finanzdienstleister Bloomberg hat den Sinneswandel in einer Umfrage festgehalten. 34% der Finanzprofis glauben, dass der Ausstieg bereits nächste Woche kommen wird. „Es gibt keinen triftigen Grund, der die Währungshüter davon abhalten könnte: Der US-Wirtschaft geht es besser, die Politiker in Washington haben ihren Haushaltsstreit beendet “, resümiert Larry Hatheway, Chefökonom bei der Investmentbank UBS.

Die massiven Konjunkturhilfen der FED haben den rezenten Boom an der Wall Street erst möglich gemacht. Der S&P 500 Index hat seit 2009, als die schwere Finanzkrise ihren Lauf nahm, unglaubliche 162% zugelegt.

Ohne Stimuli hätte die Börse es zweifelsohne schwer.  Die Kurse reflektieren dieses Szenario schon jetzt. Der Handel bleibt von großer Zurückhaltung geprägt. Die New Yorker Aktienindizes drehten lange in engem Radius um ihre Eröffnungsstände. Mal ging es nach oben, mal nach unten.

Erst kurz vor Schluss kämpften sie sich definitiv in die Pluszone vor. Der marktweisende Dow Jones schloss mit 15.755 Punkten 0,1% höher. Der technologielastige Nasdaq gewann ebenfalls ein paar Zähler hinzu.

Bei den Einzelwerten schnitt Texas Industries am besten ab. Insidern zufolge will der Bauzulieferer sich selber zum Verkauf aufstellen.

Auf der Verliererseite war United Technologies zu finden. Der Hersteller von Aufzügen und Flugzeugturbinen hat einen enttäuschenden Ausblick auf das kommende Jahr gegeben.

Auch der Softwareanbieter Adobe kam mit einer recht schwachen Prognose an den Markt. Doch hier ließen die Investoren Nachsicht walten. Sie begrüßten, dass Adobe zuletzt deutlich mehr Abonnenten hinzugewonnen hat.

Am Rentenmarkt rentieren die richtungsweisenden, zehnjährigen US-Staatsanleihen bei 2,87 Prozent.  Der Euro pendelte sich auf eine New Yorker Abendnotierung von 1,3733 Dollar ein. Die US-Schlussnotierung für Gold betrug 1.236 Dollar 20 Cent.

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