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StartseiteBörseWall Street tritt auf der Stelle19.11.2013

Börse am MontagWall Street tritt auf der Stelle

Trotz guter Vorgaben an den asiatischen und europäischen Börsen starteten die New Yorker Aktien uneinheitlich in die neue Woche. Boeing hebt ab.

US-Flaggen wehen am Dienstagmorgen auf der Wall Street in New York. (AP)
"Wir fühlen uns wie in den Flitterwochen", sagt Börsianer Art Cashin. (AP)

Zum ersten Mal in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte hat der Dow Jones Index die Marke von 16.000 Punkten geknackt. Halten konnte er sie nicht, aber die Schlussbilanz konnte sich trotzdem sehen lassen. Zum Glockenschlag standen ein Aufschlag von 0,1% und 15.976 Punkte auf der Tafel.

Art Cashin, der seit vielen Jahrzehnten für die Großbank UBS über das New Yorker Börsenparkett wuselt, sieht keine Anzeichen für ein rasches Ende der Rally. Er verweist darauf, dass neben den globalen Aspekten - China räumt auf und auch aus der Eurozone gab es erfreuliche Zahlen - die bevorstehende Amtsübernahme von Janet Yellen weiter für Kauflaune sorgt. Die designierte US-Notenbankchefin hatte zum Auftakt ihrer Nominierungstour in der vergangenen Woche eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik signalisiert. "Wir fühlen uns wie in den Flitterwochen, schlechte Nachrichten haben kaum eine Chance", schwärmt Cashin.

Bei den Einzelwerten setzte Boeing das Glanzlicht. Der Airbus-Rivale hat auf der Luftfahrtmesse in Dubai einen Verkaufsrekord für seine neuen 777X-Flugzeuge aufgestellt. Insgesamt gingen 259 Bestellungen im Wert von 100 Milliarden Dollar nach Listenpreisen. Das ist das größte Auftragspaket in der Boeing-Geschichte.

Das Papier von T-Mobile US schloss nahezu unverändert. Die amerikanische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom hat ihre bereits angekündigte Kapitalerhöhung in die Tat umgesetzt. Der Verkauf neuer Aktien spülte fast zwei Milliarden Dollar in die Unternehmenskasse. Mit dem Geld soll der Ausbau des Mobilfunknetzes finanziert werden.

Bei den Computerfirmen war die Stimmung trüb. Das Auswahlbarometer Nasdaq, wo viele von ihnen gelistet sind, beendete den Tag bei 0,9% im Minus. 

Ein Großteil der Verluste ging auf das Konto von Microsoft. Die Investmentbank Merrill Lynch hat den Softwareriesen heruntergestuft. Außerdem lasteten Spekulationen über mögliche Spionage-Aktionen der NSA auf der Kursentwicklung. Die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung von Microsoft-Diensten wie Hotmail und Skype wird jetzt auch in den USA in Frage gestellt.

Am Rentenmarkt rentieren die richtungsweisenden, zehnjährigen US-Staatsanleihen freundlich bei 2,68%. Der Euro festigte sich auf eine New Yorker Abendnotierung von 1,3501 Dollar. Die US-Schlussnotierung für Gold betrug 1.272 Dollar 40 Cent je Feinunze.

Gewinnmitnahmen haben die Aktienbörse in Tokio am Dienstag belastet. Viele Anleger hätten sich nach den jüngsten Kurszuwächsen von Papieren getrennt, sagten Händler. Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verlor im Vormittagshandel 0,7 Prozent auf 15.053 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,6 Prozent ab auf 1133 Zähler.

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