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BonnHunderte demonstrieren nach Tod eines 17-Jährigen

Demonstranten von "Bonn stellt sich quer" halten am 14.05.2016 in Bonn (Nordrhein-Westfalen) ein Banner mit dem Schriftzug "Schalom, Frieden, Salam". (Caroline Seidel, dpa/picture-alliance)
Demonstranten bei der Kundgebung von "Bonn stellt sich quer". (Caroline Seidel, dpa/picture-alliance)

Nach dem Tod eines 17-Jährigen hat es in Bonn Demonstrationen gegeben.

An der Veranstaltung des Bündnisses "Bonn stellt sich quer", zu dem mehrere Parteien, Kirchen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, nahmen nach Angaben der Polizei etwa 400 Menschen teil. Sie wandten sich gegen eine Kundgebung von Rechtsextremen, denen sie vorwarfen, den Tod des Schülers zu instrumentalisieren. Bonns Oberbürgermeister Sridharan appellierte an die Bonner, sich nicht hinters Licht führen zu lassen.

Der 17-Jährige war vor einer Woche in Bonn Bad Godesberg zusammengeschlagen worden. Am Freitag erlag er seinen Verletzungen. Die Täter haben laut Zeugen möglicherweise einen Migrationshintergrund. Bei der Fahndung nach ihnen gibt es noch keine neuen Erkenntnisse.

An der Kundgebung der Rechtsextremen unter dem Titel "Stoppt die Gewalt" nahmen etwa 50 Personen teil - deutlich weniger als die Veranstalter erwartet hatten.