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StartseiteHintergrundBoston im Ausnahmezustand19.04.2013

Boston im Ausnahmezustand

Live: Der Terror in den USA und die Suche nach den Verdächtigen

Die USA unter dem direkten Eindruck der Ereignisse am 19. April 2013: Deutschlandfunk-Korrespondenten berichteten live aus Amerika und Russland über die Hintergründe des Boston-Anschlags und die Suche nach den Verdächtigen.

Von Gesine Dornblüth, Sabina Matthay, Marcus Pindur

Vom FBI veröffentlichte Bilder zweier Verdächtiger in Zusammenhang mit den Anschlägen auf dem Boston-Marathon (picture alliance / dpa /FBI)
Vom FBI veröffentlichte Bilder zweier Verdächtiger in Zusammenhang mit den Anschlägen auf dem Boston-Marathon (picture alliance / dpa /FBI)
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"Gefasst! Die Jagd ist vorbei"

Barack Obama: "Wir werden euch finden. Wir werden euch vor Gericht stellen ...Wir werden euch finden und vor Gericht stellen. Unser Glaube an eine freie und offene Gesellschaft wird dadurch nur noch stärker. Denn Gott hat uns nicht Furcht und Ängstlichkeit gegeben, sondern Kraft, Liebe und Selbstdisziplin."

Der amerikanische Präsident Barack Obama gestern in Boston bei der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags. Drei Menschen, darunter ein Kind, waren ums Leben gekommen, als an der Strecke des Boston-Marathons im Zieleinlauf zwei Sprengsätze detonierten. Viele Menschen wurden schwer verletzt. Ein Terroranschlag, daran konnte es bald keinen Zweifel mehr geben. Es waren furchtbare Bilder. Die Sprengsätze sollen Nägel enthalten haben. Dass sich diese Ankündigung des Präsidenten so schnell bewahrheiten würde, damit hatte womöglich nicht einmal er selbst gerechnet. Einer von zwei Verdächtigen ist inzwischen tot, außerdem ein Wachmann, offenbar ein Bruder des Getöteten ist auf der Flucht. Die Polizei fahndet nach ihm mit Hochdruck. Das ist Anlass für uns hier in den nächsten 20 Minuten über alles, was jetzt gerade alles passiert und auch über die Hintergründe des Geschehens zu informieren. Herzlich willkommen. Im Studio ist Gerwald Herter. Und damit gleich zu dem Kollegen, der sie und uns im Deutschlandfunk schon seit Tagen zur Tages- und Nachtzeit zuverlässig über das Attentat informiert. Unser USA-Korrespondent Marcus Pindur, mit ihm bin ich nun in Washington verbunden.

Marcus Pindur, es geht um zwei Verdächtige. Die amerikanischen Behörden gehen davon aus, dass sie den Anschlag verübt haben. Welche Indizien sprechen derzeit dafür?

Marcus Pindur: "Das sind im Wesentlichen, nach dem, was wir wissen, Videobeweise. Das sind die Beweise, die uns das FBI vorgeführt hat. Wir wissen natürlich nicht, ob das FBI auch noch andere Indizien und Hinweise hat. Aber wir wissen, dass einer der beiden Männer von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde. Der jüngere der beiden Brüder, als er seinen Rucksack an einer der Explosionsstellen abstellte und sich dann eben entfernte. Das war der wichtigste Durchbruch in den Ermittlungen und über diesen Tatverdächtigen hat man dann auch den zweiten gefunden, wie man jetzt weiß, war das sein älterer Bruder. Und die beiden sind dann, so wie das zu sehen war, dann ganz entspannt mit ihren Rucksäcken durch die Menge gegangen beim Boston-Marathon. Sie sind so auch auf Videoaufnahmen zu sehen: ganz normale junge Männer, ganz normale Freizeitkleidung, Baseballmützen. Und das sind auch eindeutig diejenigen, die in der vergangenen Nacht vor der Polizei geflüchtet sind und auch einen Polizisten erschossen haben."

Es ist ganz klar, dass die amerikanischen Sicherheitsbehörden nicht alle Informationen an die Öffentlichkeit geben. Aber da gab es auch Bilder von einem Festgenommenen, der nackt war – vor einigen Stunden, also scheint es auch andere Aktionen gegeben zu haben. Gibt es auch irgendwas, was dagegen spricht, dass es sich bei diesen beiden um die Attentäter handelt?

Marcus Pindur: "Diese Fragen können dann letztlich nur die Ermittlungen, wenn sie abgeschlossen sind, beantworten. Aber klar ist, dass es diese Videoaufnahmen von einem der Täter, wie er einen Rucksack an der Explosionsstelle ablegt und sich dann entfernt, dass die sehr belastend sind. Dann ist ein Blick auf die vergangene Nacht auch hilfreich, denn es ist – glaube ich – klar, dass normale Teenager nicht sofort um sich schießen. Wie ich schon sagte, die beiden haben einen Polizisten der MIT-Campus-Polizei erschossen, sind dann geflohen. Der ältere der beiden Brüder kam bei einem anschließenden Feuergefecht ums Leben – das muss ein wirkliches "shootout" – gewesen sein, denn einer der Anwesenden sagte aus, es seien mindestens 60 Schüsse gefallen. Der ältere Bruder soll auch eine Art Sprengweste getragen haben mit einem Zünder und die Ärzte im Krankenhaus, in das er gebracht wurde, die haben auch bestätigt, dass er eben auch Sprengstoffverletzungen hatte, nicht nur Schussverletzungen, die, wie die Ärzte sagten, zahllos waren."

Marcus Pindur, für sie, ganz bestimmt auch für unsere Hörerinnen und Hörer ist es sich interessant zu erfahren, was in Moskau über die beiden mutmaßlichen Täter bekannt ist. Da gibt es nämlich deutliche Unterschiede zu den Informationen in den amerikanischen Medien. Die beiden Attentäter sollen seit Jahren in den USA leben, aber aus dem Kaukasus stammen. Mehr dazu nun von unserer Korrespondentin Gesine Dornblüth aus Moskau

Gesine Dornblüth: "Derzeit sieht es danach aus, als hätten die beiden Tatverdächtigen, der 19-jährige Dschochar Tsarnajew und sein 26-jähriger Bruder Tamerlan, eine bewegte Migrationsgeschichte hinter sich. Dabei ist die Herkunft der beiden bisher nicht endgültig geklärt. Sicher ist nur, dass sie eine Zeit lang in Russland im Nordkaukasus gelebt haben. Ein Schuldirektor aus der Teilrepublik Dagestan sagte der russischen Agentur Interfax, er erinnere sich an die beiden Jungen. Sie seien ein Jahr in seine Schule gegangen, der jüngere, Dschochar, in die erste Klasse. Es seien unauffällige Kinder gewesen, Flüchtlinge aus dem zentralasiatischen Kirgisien. Eine amerikanische Nachrichtenagentur hatte gemeldet, die beiden stammten ursprünglich aus Tschetschenien, der Nachbarrepublik Dagestans. Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramzan Kadyrow, ließ jedoch über seinen Sprecher erklären, die beiden Tatverdächtigen hätten keinerlei Verbindung nach Tschetschenien. Vorläufigen Behördenangaben zufolge sei die Familie Tsarnajew vor vielen Jahren aus Tschetschenien in einen anderen Teil Russlands gezogen und habe dann lange in Kasachstan in Zentralasien gelebt. Wenn die Verdächtigen sich schlimm entwickelt hätten, dann seien diejenigen dafür verantwortlich, die sie erzogen hätten, so der Sprecher weiter. Die Konfliktregion Tschetschenien hat in der Vergangenheit viele Terroristen hervorgebracht, auf ihr Konto gehen viele Attentate unter anderem in Moskau. Kadyrow geht mit aller Gewalt gegen die Terroristen vor und bemüht sich um ein positives Image seiner Republik. Wie die Agentur Interfax berichtet, sind die Brüder Tsarnajew weder den Behörden in Dagestan noch in Tschetschenien mit irgendwelchen Straftaten aufgefallen. Russischen Agenturberichten zufolge haben sie Russland Anfang der 2000er-Jahre verlassen, zunächst in die Türkei, dann in die USA. Amerikanische Medien berichten, der ältere der Brüder, Tamerlan, sei ein Anhänger radikaler islamistischer Ideen gewesen. Die russische staatliche Agentur Ria Novosti zitiert einen Onkel der Verdächtigen. Er bestätigt das. Der jüngere Bruder, Dschochar, sei hingegen ein lieber und ruhiger Junge. Journalisten der Agentur Interfax haben mit einem Mann telefoniert, der sich als Vater der Verdächtigen ausgab. Er sagte, er halte die beiden für unschuldig, der Geheimdienst habe seinen Söhnen eine Falle gestellt, weil sie gläubige Muslime seien."

Soweit Gesine Dornblüth aus Moskau und damit zurück zu Marcus Pindur. Marcus Pindur, inzwischen soll sich ein Onkel der beiden Verdächtigen geäußert haben. Was hat dieser Mann gesagt?

Marcus Pindur: "Dieser Mann ist hier in Boston vor die Mikrofone getreten und er berichtete, die Familie der Verdächtigen sei 2003 in die USA gekommen und habe hier politisches Asyl erhalten. Und er habe tatsächlich heute Morgen, als er das alles gesehen hatte – die Polizei ist wohl zu ihm gekommen – er hatte die Bilder noch nicht gesehen, man hat ihm dann im Internet die Bilder gezeigt. Und er hat dann mit dem älteren seiner Neffen wohl noch telefoniert und ihn angefleht, sich der Polizei zu stellen – so sagte er es zumindest. Der Mann war sehr emotional – er sagte, er schäme sich für seine Neffen und ihre Taten, er schäme sich vor den Familien der Opfer. Er habe kein besonders enges Verhältnis zu den Beiden gehabt. Der Vater der Beiden sei wieder zurückgegangen nach Tschetschenien. Er habe die Sorge, dass ihre Taten auf die tschetschenische Gemeinde zurückfallen werden und anders, als die russische Nachrichtenagentur, habe ich ihn gehört, dass er beide junge Männer ein wenig als verantwortungslos und auch ein bisschen ressentimentgeladen schilderte. Aber er sagte, die sind keineswegs von einer Ideologie gesteuert."

Kommen wir damit mal zu den Sicherheitsmaßnahmen, die es seit dem 11. September in den USA gibt. Es sind zwei junge Männer, die dort seit Jahren leben. Sie wissen selber aus eigener Erfahrung, Marcus Pindur, es ist gar nicht einfach, in die USA einzureisen und sich dort dauerhaft niederzulassen. Sind diese knallharten Sicherheitsmaßnahmen, die wir manchmal so erleben und oft kritisiert werden, weniger effektiv, als wir gedacht haben?

Marcus Pindur: "Sie sind auf jeden Fall viel weniger abschreckend, als Sie das gerade geschildert haben. Es ist nämlich nicht sehr schwer, in die USA einzuwandern – und für Kinder, die sie damals ja waren, auf keinen Fall. Es ist einfacher, amerikanischer Staatsbürger zu werden oder erst einmal Aufnahme in diesem Land zu finden, als in Deutschland. Es gibt die Greencard-Lotterie, es gibt den normalen Einwanderungsweg per Antrag und Punktesystem und es gibt das politische Asyl. Und das hat die Familie der beiden Brüder offensichtlich in Anspruch genommen. Und bei dem Blick auf die Sicherheitsgesetze muss man natürlich auch erst mal festhalten, dass es absolute Sicherheit eben nicht gibt. Auch wir in Deutschland haben das ja erlebt, wie zum Beispiel mit den Kofferattentätern. Da haben wir auch einfach mal schlicht Glück gehabt. Viele Attentate wurden allerdings auch in Deutschland und auch hier von den Sicherheitsbehörden verhindert. Man muss sich auch vor Augen halten, seit 2001 war der erste erfolgreiche Bombenanschlag hier. 2009 hat al-Quaida noch einmal einen Anschlag auf die New Yorker U-Bahn geplant – das ist aber fehlgeschlagen, das ist aufgeflogen und die Attentäter wurden verhaftet. Der einzige größere Anschlag, der hier stattgefunden hat, das war der eines Arztes, der 13 Soldaten in Fort Hood in Texas erschossen hat."

Zunächst vielen Dank, Marcus Pindur. Wir kommen gleich wieder auf Sie zurück. Zuvor wollen wir uns aber ausführlicher mit den politischen Folgen des Attentats beschäftigen. Die Sprengsätze sollen Schwarzpulver enthalten haben. Dies ist in den USA relativ leicht zu besorgen. Wer nun aber glaubt, dass die amerikanischen Waffengesetze aus diesem Grund nun keinen Bestand mehr haben, der dürfte falsch liegen. Sabine Matthay berichtet aus den USA, dass nach dem Attentat ein Zusammenrücken der Politik in den USA zu beobachten war, aber ohne Bestand.

Sabina Matthay: "In der Katastrophe üben Amerikaner den Schulterschluss, ungeachtet politischer Differenzen. So auch Anfang der Woche, angesichts der Anschläge in Boston. Nach Präsident Obama betonte dessen politischer Gegenspieler John Boehner, republikanischer Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, die Einigkeit:

"Das gesamte Repräsentantenhaus betet für die Opfer. Es war ein furchtbarer Tag für alle Amerikaner. Aber wir machen weiter im Geiste Amerikas. Wir stehen zusammen, und zwar mit Haltung und Stärke."

Interessengegensätze zurückzustellen ist üblich, wenn die USA von einer Tragödie betroffen sind. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten die Amerikaner sich beispielsweise um Präsident Bush geschart und seinen "Krieg gegen den Terror" mitgetragen. Der Journalist Ken Rudin erinnert daran, dass die Einigkeit in der politischen Arena trotz der traumatischen Ereignisse damals allerdings nicht lange währte:

"Es war nur ein kurzer, entsetzlicher Moment nach 9/11, in dem Demokraten und Republikaner tatsächlich miteinander sprachen, einander ansahen und zusammenarbeiteten. Das hielt eine Weile vor, war aber nicht von Dauer."

Inzwischen sind die Gräben noch tiefer geworden. Die Bomben von Boston haben sie nicht zugeschüttet. Zwei Tage nach den Anschlägen stand ein wütender Barack Obama im Rosengarten des Weißen Hauses. Gerade war der Vorstoß des Präsidenten für striktere Waffenregeln im amerikanischen Senat gescheitert.

"90 Prozent der Demokraten im Senat haben dafür gestimmt. Und trotzdem wird nichts daraus, denn 90 Prozent der Republikaner haben sich dagegen ausgesprochen."

Nach dem Massaker von Newtown - Ende letzten Jahres waren 20 Schulkinder und sechs Erwachsene von einem Amokläufer erschossen worden - hatte Obama sich für eine umfassende Reform des Waffenrechts starkgemacht, mit großer öffentlicher Zustimmung. Doch die Waffenlobby, allen voran die "National Rifle Association", war besser organisiert. Erfolgreich mobilisierte sie ihre Anhänger, um Druck auf die Senatoren auszuüben. Für keine einzige Maßnahme fand sich die notwendige Mehrheit im Senat, weder für Verkaufseinschränkungen für Sturmgewehre und Riesenmagazine, noch für die Ausweitung von Hintergrundüberprüfungen für potenzielle Käufer, mit denen die Republikaner einst selbst einverstanden waren. Nun bezichtigte Präsident Obama die Opposition gar der Lüge:

"The gun lobby and its allies willfully lied about the bill."

Obamas konfrontative Rhetorik ist bezeichnend für das politische Klima in den USA. Die Rivalität der Lager ist stärker denn je, der Kongress tief gespalten. Das liege vor allem an den Republikanern, sagt der Politikwissenschaftler Norm Ornstein vom American Enterprise Institute in Washington DC. Ornstein selbst gilt als Anhänger der politischen Mitte.

"Die Republikanische Partei hat sich von konservativ zu radikal gewandelt. Eine umfangreiche Gruppe, darunter die Führung der Partei, lehnt nicht nur den Sozialstaat ab, sondern den Staat als regulatorische Instanz im Allgemeinen."

Die Republikaner haben sich nach Ornsteins Beobachtung extremen ideologischen Überzeugungen und Maßnahmen zugewandt und benutzen zynische und destruktive Mittel, um ihre politischen Ziele durchzusetzen.
Spätestens seit den Zwischenwahlen 2010 ist es ihr erklärtes Ziel, sämtliche Initiativen von Präsident Obama zu blockieren. Damals waren viele neue, von der Tea Party unterstützte Republikaner in den Kongress gewählt worden. Noch einmal Norm Ornstein:

"Sie sind ein Ernst zunehmender Faktor innerhalb der Republikanischen Partei. Und für pragmatischere und gemäßigtere Republikaner ist es ein echtes Problem, wie man diese Kräfte im Zaum halten kann, die einerseits neuen Antrieb geben, aber auch Verluste bringen."

Für ihre Blockadehaltung, etwa bei der Konsolidierung des Haushalts, nun bei der Reform des Waffenrechts, haben die Republikaner nämlich einen hohen politischen Preis gezahlt. Obamas Wiederwahl konnten sie nicht verhindern, wichtige Wählergruppen – Schwarze, Latinos, Frauen, Homosexuelle – haben sich von ihnen abgewandt. Ron Bonjean, ehemals Wahlkampfberater der Republikaner, glaubt, dass die Partei in einigen Punkten aus taktischen Gründen nachgibt, etwa bei der Einwanderungsreform:

"Auch konservative Hardliner haben erkannt, dass sie die Stimmen der Latinos 2016 brauchen, dass die Existenz der Republikanischen Partei sonst langfristig bedroht ist."

Darauf scheint auch Präsident Obama angesichts des Scheiterns der Waffenrechtsreform zu setzen:

"Wenn dieser Kongress sich weigert, auf das amerikanische Volk zu hören und vernünftige Waffengesetze zu verabschieden, dann werden die Wähler es ihn spüren lassen."

Die nächste Kongresswahl ist jedoch erst in anderthalb Jahren. Bis dahin wird Obama noch viele Grabenkämpfe mit den Republikanern führen müssen. Ob auch die Anschläge von Boston zum Spielball der politischen Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern werden, bleibt abzuwarten. Selbst angesichts eines raschen Durchbruchs bei der Fahndung ist das nicht ausgeschlossen."

Soweit Sabine Matthay und damit noch einmal zu Marcus Pindur, Marcus Pindur, wir haben gerade gehört, Barack Obama hat nicht allzu große Spielräume. Wie werden ihn diese Woche die traurigen Nachrichten beeinflussen und wie wird es seine Politik beeinflussen?

Marcus Pindur: "Ich glaube nicht, dass dies diese Woche seinen Handlungsspielraum, seinen politischen einengen wird. Dazu ist dieser Fall wohl jetzt auch zu schnell gelöst. Wir müssen nur warten, wie es mit den Motivationen überhaupt aussieht. Die eben angesprochenen Waffengesetzte, die im Kongress beziehungsweise im Senat gescheitert sind, die sind eher ein Sieg für ihn. Ich glaube, er hat die Republikaner erfolgreich damit wieder einmal in die Verweigererecke gestellt. 90 Prozent der Amerikaner sind für schärfere Waffengesetze und sie haben es abgelehnt."

Das war unser Korrespondent, Marcus Pindur aus den USA. Und so viel im Moment über den Anschlag von Boston und die Folgen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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