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BrandenburgLandesregierung beauftragt Braunkohleverband mit Aufklärungskampagne über Klimawandel

Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitzer Energie Bergbau (dpa / Patrick Pleul)
Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitzer Energie Bergbau (dpa / Patrick Pleul)

Die brandenburgische Landesregierung hat einen Braunkohleverband damit beauftragt, die Bevölkerung über den Klimawandel zu informieren.

Darüber berichtet Spiegel Online. Demnach erhält der Verein "Pro Lausitzer Braunkohle" seit Oktober 40.000 Euro pro Jahr für eine Aufklärungskampagne zum Klimawandel. Der Verein vertritt auf seiner Webseite These von Klimawandel-Leugnern. Dort heißt es beispielsweise, dass die Ursachen für die Veränderungen des Klimas in der Wissenschaft umstritten seien. Wie Spiegel Online nachweist, argumentiert der Verein dabei auch mit falschen Zahlen. "Pro Lausitzer Braunkohle" gibt an, die globale Mindesttemperatur sei seit mindestens 15 Jahren nicht mehr angestiegen, obwohl die CO2-Emissionen zunahmen. Diese Behauptung ist nach Recherchen von Spiegel Online falsch, da Klimadaten belegen, dass in den letzten 20 Jahren so viele Wärme-Rekorde gemessen wurden wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Verein betont, die Lausitzer Braunkohle habe einen positiven Effekt für das Weltklima.

Auf Nachfrage von Spiegel Online begründete der Lausitz-Beauftragte des Brandenburgischen Ministerpräsidenten Woidke (SPD), Freytag, die Förderung des Vereins damit, dass es in der Lausitz immer mehr AfD-Wähler gebe und man den Diskurs suchen müsse. Die Afd kämpft gegen den Braunkohleausstieg und leugnet den Klimawandel.

Brandenburg wird von einer Koalition aus SPD, CDU und Grünen regiert. In ihrem Vertrag hat die Koalition den Ausbau des Klimaschutzes vereinbart. In der Lausitz soll es keine neuen Braunkohletagebaue geben.