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StartseiteAtelier neuer MusikMultidimensionalität im musikalischen Raum 01.11.2014

"Branenwelten" von Robert HP PlatzMultidimensionalität im musikalischen Raum

Der Titel "Branenwelten" klingt mystisch und scheint von fernen Sphären zu erzählen. Diese liegen eigentlich in den Bereichen der Physik und der Kosmologie. Der Komponist Robert HP Platz macht sie in den "Branenwelten" hörbar.

Von Egbert Hiller

Der Komponist und Dirigent Robert HP Platz (Susanne Diesner)
Komponist und Dirigent: Robert HP Platz (Susanne Diesner)

Der Begriff "Brane" stammt aus der Stringtheorie, mit der Wissenschaftler nach einem fundamentalen Erklärungsmodell für physikalische Phänomene forschen. Platz machte diese Theorie für sich künstlerisch fruchtbar und schuf einen Zyklus von sechs Werken, den er "Branenwelten" nannte. Die unterschiedlich besetzten Stücke sind für sich eigenständig, können sich aber zu Simultankonzepten vereinen. Aus der Überlegung heraus, dass jedes Stück seinen festen Ort in diesem multidimensionalen musikalischen Raum einnimmt, experimentierte Platz im Klavier- sowie im Schlagzeugstück ("Branenwelten" 5 und 6) mit einer neuartigen, mit ihm am Pariser IRCAM entwickelten Form der Live-Elektronik ohne Lautsprecher, die die manipulierten Klänge unmittelbar aus dem Instrument kommen lässt. Autor Egbert Hiller stellt den Zyklus "Branenwelten" vor.

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