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BrasilienEx-Präsident Lula mischt sich in politische Debatte ein

Lula da Silva inmitten einer Menschenmenge (AFP)
Lula da Silva wurde nach seiner Entlassung von Anhängern begrüßt. (AFP)

Unmittelbar nach seiner Haftentlassung hat sich der frühere brasilianische Präsident Lula in die politische Debatte seines Landes eingemischt.

Lula kündigte vor Anhängern in der Stadt Curitiba an, er wolle das Leben der Menschen im Land wieder verbessern. Den amtierenden Präsidenten Bolsonaro nannte er einen Schurken, der sich nicht traue, dem eigenen Volk ins Auge zu sehen. Stattdessen verbreite er Lügen.

Bolsonaro reagierte auf Twitter und forderte die Brasilianer auf, Lula keinen Glauben zu schenken. Dieser sei zwar momentan frei, aber voller Schuldgefühle.

Lula, der von 2003 bis 2010 Präsident Brasiliens war, wurde 2017 wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Dass er nun gestern nach eineinhalb Jahren frei kam, liegt an einem Urteil des Obersten Gerichts. Danach tritt eine Gefängnisstrafe erst dann in Kraft, wenn alle Berufungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.