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BremenErneuter Übergriff auf Moschee - Korane zerrissen und in Toilette gestopft

Koran und Gebetskette (dpa / picture alliance / Roos Koole)
"Eine bewusst geplante Provokation mit dem Ziel einer weiteren Eskalation." (dpa / picture alliance / Roos Koole)

Bei einem islamfeindlichen Angriff auf eine Bremer Moschee haben ein oder mehrere Unbekannte etwa 50 Koran-Exemplare zerrissen.

Teilweise seien die Seiten in Toiletten gestopft worden, teilte die Schura Bremen mit. Laut Polizei haben der oder die Täter vermutlich zwischen 14 und 16 Uhr das Gebäude in der Bahnhofsvorstadt betreten. Die Moschee sei zu diesem Zeitpunkt regulär geöffnet gewesen, heißt es. Nach den Worten der Schura handelt es sich um eine "bewusst geplante Provokation mit dem Ziel einer weiteren Eskalation". Man sei schockiert und verärgert über diesen "Anschlag". Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund vorliegt.

Vor kurzem hatten in Mönchengladbach Unbekannte vor einem Nebengebäude einer Moschee im Stadtteil Rheydt einen abgetrennten Schweinskopf abgelegt. Außerdem war ein fremdenfeindliches Symbol entdeckt worden. Auch hier ermittelt der Staatsschutz. Solche Taten mit Schweinsblut und Schweinsköpfen gibt es seit Jahren immer wieder. Im Islam gilt das Schwein als unrein.