Sonntag, 16. Januar 2022

Ukraine-KonfliktBritische Außenministerin Truss bezichtigt Russland der Desinformation

Russland führt nach Einschätzung der britischen Regierung eine Desinformationskampagne gegen die Ukraine.

15.01.2022

Truss im schwarzen Jackett und mit weißer Bluse sitzt vor einem Mikrofon an einem Tisch, sagt etwas und gestikuliert mit der rechten H. Dahinter unscharf rot-weiße Fahnen.
Elizabeth Truss, Außenministerin von Großbritannien (Olivier Douliery/AFP Pool/AP/dpa)
Großbritanniens Außenministerin Truss erklärte in London, das Ziel Russlands sei, die Ukraine zu destabilisieren, um eine Invasion zu rechtfertigen. Sie forderte die russische Führung auf, ihre Aggressionen zu beenden und sich ernst gemeinten Gesprächen zu öffnen.
Zuvor hatten die USA einen gleichlautenden Vorwurf erhoben. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Psaki, sagte, es lägen Informationen vor, wonach Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt habe, um eine Operation unter falscher Flagge im Osten der Ukraine durchzuführen. In den Medien sollten Provokationen fabriziert werden, um eine russische Intervention zu rechtfertigen.
Die russische Botschaft in Washington wies die Äußerungen Psakis als "haltlos" zurück. Wie so oft würden vermeintliche Sensationsnachrichten gestreut, ohne dass es dafür eine Grundlage gebe. Russland sei gegen Krieg und für eine diplomatische Lösung aller internationalen Probleme, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.