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StartseiteThemaWie gefährlich sind die Coronavirus-Mutationen?14.05.2021

Britische, südafrikanische, brasilianische VariantenWie gefährlich sind die Coronavirus-Mutationen?

Gleich mehrere veränderte Varianten des ursprünglichen Coronavirus bereiten derzeit Sorgen. Die britische Mutante B.1.1.7 dominiert in Deutschland, auch andere Mutationen sind hier angekommen. Sind die neuen Coronavirus-Varianten gefährlich? Wie wirksam sind die Impfstoffe noch? Ein Überblick.

Die Illustration zeigt die Kronenzacken (Spikes) des Coronavirus. Links die britische, in der Mitte die brasilianisch und rechts die südafrikanische Variante. In diesem Bild sind die Atome der Spikes zu erkennen (picture alliance / Maximilian Schönherr )
Immer mehr Infektionen gehen auf Mutationen des Coronavirus zurück (picture alliance / Maximilian Schönherr )
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Bei der Vermehrung von Viren entstehen Fehler, Mutationen. Weltweit sind rund 12.000 Mutationen von SARS-CoV-2 registriert. Allerdings haben sich bislang nur wenige Mutanten so entwickelt, dass sie dem Erreger selektive Vorteile verschaffen und den Pandemieverlauf beschleunigen. Als bedenkliche Varianten (Variants of Concern, abgekürzt VOC) gelten laut RKI unter anderem die britische B.1.1.7, die südafrikanische B.1.351 und die brasilianische P.1. 

Von den Varianten ist bekannt, dass sich bei ihnen die Struktur des Spike-Proteins verändert hat. Mit diesem Eiweißmolekül dockt das Virus an der Oberfläche von Körperzellen an und verschafft sich Einlass. Somit haben die Mutationen bildlich gesprochen einen besseren Schlüssel und gelangen schneller und effektiver in die Zellen des Menschen.


Britische Variante B.1.1.7

Die britische Coronavirus-Mutante B.1.1.7 hat sich in Deutschland mittlerweile durchgesetzt und ist die dominierende Variante. Aktuell wird B.1.1.7 in 93 Prozent der untersuchten positiven Proben in Deutschland gefunden, also in neun von zehn Proben. (Stand: 21.4.2021)

Unterschiede B.1.1.7 zum Wildtyp 

Bei der britischen Variante ist das Virus an mehreren Stellen mutiert. Das Spike-Protein ist so verändert, dass es besser an menschliche Körperzellen andocken kann. Forscher vermuten, dass sich damit auch die Virenlast erhöht und der Krankheitsverlauf sich um mehrere Tage verlängert - statt acht auf mehr als 13 Tage. Daher werden in Deutschland aktuell 14 Tage Quarantäne verhängt.

Welche Krankheitsverläufe sind bei einer Infektion mit B.1.1.7 zu erwarten?

Die Virusmutante ist zwischen 43 und 90 Prozent ansteckender als das Ursprungsvirus. Sie ist aber laut einer Studie von April 2021 möglicherweise nicht gefährlicher, was den Krankheitsverlauf angeht. Die Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang der Variante mit einer schweren Krankheit oder Tod feststellen. Der Infektiologe Clemens Wendtner erklärte im Deutschlandfunk, dass die Symptome dieselben seien wie bei der Standardvariante – mit einer Ausnahme: Auch Kinder könnten schwerer erkranken.  

Wie wirksam sind bisherige Impfstoffe gegen B.1.1.7?

Die in Deutschland zugelassen Impfstoffe schützen auch gegen die britische Mutante. Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer wirkt effektiv, entsprechende Daten zu der Studie wurden im Fachblatt "Nature Medicine" veröffentlicht. Auch Moderna meldet eine hohe Wirksamkeit bei der Variante. Der Impfstoff von AstrazenecaZeneca weist laut einer noch nicht abgeschlossenen Studie eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie gegen den Wildtyp auf - er ist zu 75 Prozent wirksam. 

Coronavirus (imago / Rob Engelaar / Hollandse Hoogte)Übersicht zum Thema Coronavirus (imago / Rob Engelaar / Hollandse Hoogte)


Südafrikanische Variante B.1.351

Die südafrikanische Variante spielt in Deutschland nur eine sehr geringe Rolle. Ihr Anteil liegt laut RKI konstant bei gut einem Prozent der untersuchten Proben. 

Unterschiede B.1.351 zum Wildtyp

Auch B.1.361 beinhaltet mehrere Mutationen, davon eine im Spike-Protein, die offenbar die Bindung von Antikörpern beeinträchtigt. Diese Mutante kann somit der Immunantwort besser ausweichen. Forscher schätzen, dass B.1.351 etwa 50 bis 60 Prozent ansteckender ist als der Wildtyp, also nicht ganz so ansteckend wie die britische Mutante. Auch hier scheinen sich vermehrt jüngere Menschen anzustecken - auch Kinder. 

Welche Krankheitsverläufe sind bei B.1.351 zu erwarten?

Weil B.1.351 ansteckender ist als der Wildtyp, sind nur geringere Mengen an Viren vonnöten, um eine Infektion auszulösen. Es gibt zudem Hinweise, dass sich Menschen nach überstandener Infektion wieder mit dieser Variante anstecken können. Laut der K.R.I.S.P.-Forscher aus Durban in Südafrika scheint die neue Mutante aber nicht tödlicher zu sein als das Ursprungsvirus.  

Wie wirksam sind bisherige Impfstoffe gegen B.1.351?

Die südafrikanische Mutante B.1.351 bereitet Sorgen, weil sie der Immunantwort teilweise ausweichen kann. Die Wirksamkeit der Impfstoffe könnte dadurch verringert sein. So soll der Astrazenecazeneca-Impfstoff laut einer Studie nur einen "minimalen Schutz" gegen milde und mittelschwere Krankheitsverläufe bieten. "Die Geimpften können sich anstecken, entwickeln dann auch Symptome", erläutert der Dlf-Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth und fügt an: "Vor einem schweren Krankheitsverlauf scheinen sie aber nach wie vor geschützt zu sein."

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Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna wirken dagegen auch gegen die in Südafrika aufgetauchten Mutationen von SARS-CoV-2 effektiv.  


Brasilianische Variante P.1

Die Variante P.1 wurde bisher nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen und liegen laut RKI aktuell bei einem konstant niedrigen Anteil von 0,1 Prozent.  

Unterschiede P.1 zum Wildtyp 

P.1 weist mehrere Mutationen auf, sie ähnelt laut Angaben des RKI in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante. Auch hier scheint es eine reduzierte Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen oder Geimpften zu geben. Außerdem scheint auch diese Mutante ansteckender zu sein als der Wildtyp. Forscher berichten von einer um 1,4 bis 2,2-mal erhöhten Übertragbarkeit. 

Welche Krankheitsverläufe sind bei P.1 zu erwarten?

Dazu gibt es nur wenige belastbare Daten. Eine Studie kommt zwar zu dem Schluss, dass es einen Anstieg des relativen Sterblichkeitsrisikos durch P.1. gibt, allerdings untersuchten sie nur die Situation in der brasilianischen Stadt Manaus, dessen Gesundheitssystem überlastet war. Die Forscher kommen ebenfalls zu dem Schluss, dass man sich trotz einer überstandenen Infektion mit dem Wildtyp wieder anstecken kann.   

Wie wirksam sind bisherige Impfstoffe gegen P.1?

Dazu gibt es bisher nur wenige und noch dazu widersprüchliche Untersuchungen. Ein vorläufiger Bericht kommt zu dem Schluss, dass Impfstoffe gegen P.1 besser wirken als gegen die südafrikanische Variante - aber schlechter als gegen den Wildtyp. Nach einer weiteren noch nicht veröffentlichen Studie haben die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Modena allerdings eine geringere Schutzwirkung.


Indische Variante B.1.617

In Indien sind zuletzt Hunderttausende Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das ist der höchste Zuwachs, der bislang weltweit festgestellt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Coronavirus-Variante jetzt als "besorgniserregend" eingestuft. Es gebe Hinweise, dass B.1.617 ansteckender und womöglich auch unempfindlicher gegen Antikörper sei, so die WHO. Für den massiven Anstieg der Zahlen werden neben der Virus-Mutante und dem Zustand des Gesundheitssystems auch religiöse, politische und sportliche Massenveranstaltungen verantwortlich gemacht. In Deutschland wurden bislang 22 Fälle gemeldet (Stand: 11.5.21).

  (dpa / picture alliance / Michael Kappeler) (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)Lauterbach (SPD) - "Indische Variante sehr ansteckend und ein Stück weit impfresistent" Mit Blick auf den Sommer warnte der SPD-Gesundheitspolitiker vor Nachlässigkeiten bei der Überprüfung, wer aus einem Mutationsgebiet komme. Auch die Quarantäneregelung müsse unbedingt eingehalten werden.

Analysen aus Großbritannien zeigen, dass sich das Vorkommen der indischen Variante dort in den vergangenen Wochen bei sinkender Gesamtinzidenz wöchentlich fast verdoppelt hat. Diese Entwicklung ist auch für Deutschland relevant, denn die Entwicklung in Großbritannien ist derjenigen hierzulande in der Regel zwei Wochen voraus. Auch das Robert Koch-Institut hat in einem neuen Bericht (Stand 12. Mai) besätigt, dass der Anteil der indischen Mutation in den letzten Wochen stetig angestiegen ist. Der Anteil der Virusvariante an den untersuchten Proben beträgt jedoch immer noch weniger als 2 Prozent.

Unterschiede B.1.617 zum Wildtyp

Die Mutante hat im Vergleich zum Ursprungsvirus 15 Mutationen, im Mittelpunkt stehen dabei zwei, die das Spike-Protein betreffen. Die Variante wird daher auch als Doppelmutante bezeichnet. Diese Mutationen sind jeweils für sich betrachtet bereits von anderen Varianten bekannt. Die eine Mutation soll die Antikörperantwort etwas unterdrücken und die andere Mutation die zelluläre, den zweiten Arm der Immunantwort. Das ergebe möglicherweise einen sich gegenseitig verstärkenden Effekt, erklärt Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Institutes. Es handelt sich aber nicht um eine Kreuzung von zwei verschiedenen Mutanten, betonte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update".

Welche Krankheitsverläufe sind bei B.1.617 zu erwarten?

Weil es in Indien zu wenige Spezial-Labors gibt, die Sequenzierungungen vornehmen können, ist es zu früh, um zu sagen, ob sich B.1.617 schneller verbreitet und ob die indische Doppelmutante tatsächlich die Impfung und den Immunschutz der Genesenen unterläuft. Verfügbare Daten aus Indien zeigen bisher keine höhere Sterblichkeit oder schwerere Symptome durch B.1.617. Laut WHO könnte auch die Überlastung der Kliniken zu einer erhöhten Sterblichkeit beitragen.  

Wie wirksam sind bisherige Impfstoffe gegen B.1.617?

Indische Forscher gehen davon aus, dass Impfungen gegen diese Variante helfen. Sie weisen aber darauf hin, dass die Datenmenge noch nicht ausreichend sei, um B 1.617 wirklich zuverlässig zu bewerten. "Die Mutationen im Spikeprotein scheinen keine deutliche Abschwächung der Antikörperneutralisation zu verursachen, sodass ich nicht erwarte, dass der Impfschutz durch diese Virusvariante gefährdet ist", sagt Leif-Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charité. 


Tiroler Variante B1.1.7+E484K

Die vor allem im österrichischen Bundesland Tirol vorkommene Variante scheint sich nicht weiter zu verbreiten. Das RKI stuft Tirol seit dem 28. März wieder als einfaches Risikogebiet ein. Zuvor hatte es als Virusvarianten-Gebiet gegolten. 

Unterschiede B1.1.7+E484K zu Wildtyp

B1.1.7+E484K ist eine Zusammensetzung der britischen Variante B.1.1.7 und einer Zusatzmutation. Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer bezeichnet B1.1.7+E484K als "Fluchtvariante", die zwar vorher schon weltweit im Umlauf war, sich aber erst nach der ersten Impfrunde im Bezirk Schwaz stark ausgebreitet hat. Die Teilimmunisierung dort sei der Nährboden für den Ausbruch der Variante gewesen. Sollte dieser wegfallen, könnte sich wieder die britische Variante durchsetzen. B1.1.7+E484K soll ebenfalls ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus sein. 

Welche Krankheitsverläufe sind bei B1.1.7+E484K zu erwarten?

Es ist noch nicht klar, ob die Variante auch zu schwereren Verläufen und einer höheren Sterblichkeit führt. Die Datengrundlage ist noch zu dünn. "Man kann höchstens schließen, dass die Teilimmunisierung die Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe vermindert. Da gibt es Hinweise", sagte die Virologin von Laer laut "Tiroler Tageszeitung". Mit Stand 27. April waren bei 729 mit dieser Variante infizierten Personen lediglich zwei auf der Intensivstation, am Montag waren noch 800 Menschen mit dem Virus infiziert. Von Laer schätzte, dass die Gefährlichkeit "vergleichbar" zu anderen Varianten sei. "Bei der Sterblichkeit von einem halben Prozent wird es wohl bleiben."

Wie wirksam sind bisherige Impfstoffe gegen B1.1.7+E484K?

Das soll ein europäisches Pilotprojekt erforschen. Alle Bürger des österreichischen Bezirks Schwaz können sich nun gegen das Coronavirus impfen lassen. Die EU will mit dieser Maßnahme die Wirksamkeit des Impfstoffs von Biontech/Pfizer überprüfen - auch gegen die südafrikanische Variante, die sich stark in dem Gebiet ausgebreitet hat. 


Welche Folgen haben infektiösere Varianten?

Durch Mutationen verändert sich ein entscheidender Parameter der Modellrechnungen: die Ansteckungsgefahr des Virus. "Für den Einzelnen ist es egal, mit welcher Variante er sich ansteckt, das Risiko für einen schweren Verlauf bleibt gleich", erklärt Dlf-Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth. "Aber gesellschaftlich macht es einen großen Unterschied, ob ein Virus sich schneller verbreitet. Denn dann greifen die Gegenmaßnahmen nicht mehr so gut."

Führen hohe Fallzahlen zu noch mehr gefährlichen Mutationen?

Hohe Inzidenzwerte in Kombination mit vorerst geringer Impfgeschwindigkeit sind wie eine Art Brutkasten für Mutationen. Nach einem aktuellen Forschungsprojekt von der New Yorker Rockefeller Universität ist allerdings eher nicht davon auszugehen, dass das Virus beliebig viele neue Mutationen bilden kann. Es ist daher möglich, dass bereits alle relevanten Mutationen entdeckt wurden.

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Wie bekämpft man Escape-Varianten und lassen sich Impfstoffe anpassen?

Solange sich das Virus weiter verbreitet, können neue Mutanten entstehen, die die Immunantwort unterlaufen und die Wirksamkeit einer Impfung verringern, die Escape-Mutationen. Impfstoffe lassen sich aber verhältnismäßig leicht auf neue Mutationen anpassen, denn der zentrale Bestandteil der meisten Impfstoffe ist Erbinformation – und diese lässt sich verhältnismäßig leicht verändern. Nahezu alle bekannten Impfstoffhersteller arbeiten bereits daran. 

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Mathias Pletz, Direktor der Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene an der Universität Jena erklärte dazu im Dlf, dass sich andererseits bei einer niedrigen Viruszirkulation auch weniger Viren replizieren. Damit sinke auch die Wahrscheinlichkeit, dass dabei neue Mutanten entstehen. Durch die dann erlangte Grundimmunität in der Bevölkerung werde dann nicht mehr die Vielzahl an schweren Verläufen auftreten, selbst wenn es Mutanten gibt.

Es sei noch offen, wie resistent Mutanten tatsächlich gegen Coronavirus-Impfstoffe sind, erklärte Dlf-Wissenschaftsjournalist Volkert Wildermuth. Bei Laboruntersuchungen zeige sich zum Beispiel, dass die Antikörper von geimpften Menschen im Reagenzglas gegen die südafrikanische und brasilianische Variante weniger gut wirken. In der Realität scheint das Immunsystem hingegen trotzdem mit den Varianten fertig zu werden. Das bedeutet: Eine Infektion mit den Varianten ist trotz Impfung möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, schwer an Covid-19 zu erkranken, ist gering.

Quellen: Dlf, RKI, Volkart Wildermuth, Tiroler Tageszeitung, ORF, jma, og

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