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Britischer Gewerkschaftsbund"EU-Austritt kostet vier Millionen Stellen"

Die Flagge Großbritanniens und die der Europäischen Union (Facundo Arrizabalaga, dpa picture-alliance)
Die Flaggen Großbritanniens und der Europäischen Union (Facundo Arrizabalaga, dpa picture-alliance)

Der britische Gewerkschaftsbund TUC befürchtet für den Fall eines EU-Austritts den Verlust vieler Arbeitsplätze.

Vier Millionen Stellen seien in Gefahr, sagte der Leiter der Abteilung für europäische Angelegenheiten, Tudor, der Deutschen Presse-Agentur in London. Dabei handele es sich vor allem um Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft, zum Beispiel in der Auto- und Chemiebranche. Weitere Stellen seien bedroht, weil der Wirtschaftsstandort Großbritannien durch den Verlust des Zugangs zum EU-Binnenmarkt an Attraktivität verlieren würde. Der Gewerkschaftsbund gehe davon aus, dass die Investitionen aus Drittstaaten sinken würden, was weitere Arbeitsplätze kosten könnte, meinte Tudor weiter. - Die Briten stimmen am 23. Juni in einem Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union ab.

Bis dahin wollen die Führungspolitiker der EU-Institutionen nach Informationen der "Welt am Sonntag" nicht mehr offiziell nach Großbritannien reisen. Ratspräsident Tusk, Kommissionspräsident Juncker und Parlamentspräsident Schulz wollten keine Angriffsflächen für die britischen EU-Gegner bilden, heißt es.