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BrüsselEU-Innenminister wollen Alternativrouten für Flüchtlinge schließen

Flüchtlinge am Grenzübergang Idomeni (1.3.2016) (dpa / picture-alliance / Simela Pantzartzi)
Flüchtlinge am Grenzübergang Idomeni. (dpa / picture-alliance / Simela Pantzartzi)

Nach der Schließung der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien wollen mehrere EU-Staaten Flüchtlinge daran hindern, auf andere Routen auszuweichen.

Der italienische Innenminister Alfano kündigte an, Gespräche mit Albanien zu führen, das als alternatives Transitland gilt. Er erklärte am Rande des Treffens der europäischen Ressortchefs in Brüssel, es müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um illegale Migration zu verhindern. Bundesinnenminister de Maizière äußerte die Befürchtung, dass Flüchtlinge wieder verstärkt versuchen könnten, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien zu kommen. Man sei mit der Regierung in Rom im Dialog, um eine ähnliche Entwicklung wie auf der Balkanroute zu verhindern. Mit Blick auf die Grenzschließungen betonte der CDU-Politiker, die, Zitat, "Zeit des Durchwinkens" sei vorbei.

Der österreichische Europaabgeordnete Becker sagte im Deutschlandfunk, neben humanitären Maßnahmen müsse die Außensicherung oberste Priorität haben. Der ÖVP-Politiker warf Griechenland vor, in den vergangenen Monaten zu den, so wörtlich, "Versagerstaaten" gehört zu haben. Erst unter Druck würden nun Asylplätze geschaffen, die mit Geld aus der EU schon längst hätten eingerichtet werden sollen.