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BuchstabierregelnBald wieder "N wie Nathan" statt "N wie Nordpol"?

Das Deutsche Institut für Normung in Berlin. (dpa / picture alliance / Bildagentur-online)
Das Deutsche Institut für Normung in Berlin will die aktuellen Buchstabierregeln überprüfen. (dpa / picture alliance / Bildagentur-online)

Das Deutsche Institut für Normung will früher als bisher geplant eine entsprechende Änderung der aktuell gültigen Buchstabierregeln überprüfen.

Das teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Buchstabiertafel dient dazu, schwer verständliche Wörter etwa im Funkverkehr oder am Telefon fehlerfrei zu übertragen. Zuvor hatte der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Blume eine Überarbeitung der sogenannten Norm DIN 5009 gefordert, die die Diktierregeln festlegt.

Die Nationalsozialisten hatten in den 1930er-Jahren hebräische Namen aus der Buchstabiertabelle getilgt. Seitdem heißt es nicht mehr "N wie Nathan", sondern "N wie Nordpol". Blume kritisierte, dass die Änderungen nach der Nazi-Diktatur nur teilweise zurückgenommen worden seien. Der Zentralrat der Juden unterstützt den Vorstoß.