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BundesberichtPromovieren kann sich lohnen - nur wenige mit Doktortitel arbeitslos

Absolventen mit Talaren (dpa / picture alliance / Axel Heimken)
Doktor machen - ja oder nein? (dpa / picture alliance / Axel Heimken)

Es kann sich lohnen an deutschen Hochschulen einen Doktor zu machen - allerdings erhalten viele Promovierte noch immer nur zeitlich befristete Arbeitsverträge.

Im diesjährigen Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs schreiben Forschende der Universität Kassel, dass nur wenige Menschen nach einer Promotion arbeitslos sind. Im Vergleich zu Akademikerinnen und Akademikern ohne Doktortitel verdienten sie zudem bis zu 20.000 Euro mehr im Jahr. Später seien Promovierte auch häufiger in Führungspositionen als Nicht-Promovierte.

An der Universität bleibe laut Bericht jedoch nur jeder fünfte bis sechste Promovierte. Das gelte vor allem für diejenigen, die schon während der Doktorarbeit eng an eine Hochschule angebunden waren, zum Beispiel als Wissenschaftliche Mitarbeitende. An Hochschulen seien noch immer zeitlich befristete Arbeitsverträge die Regel: Die durchschnittliche Dauer eines Arbeitsvertrags mit Promovierenden betrage 22 Monate, bei Postdocs seien es 28 Monate.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.