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BundesinnenministeriumAufenthaltszusage für rund 2.600 Afghanen plus Familien

Das Gebäudes des Bundesinnenministeriums mit Schriftzug an der Fassade; schräg nach oben fotografiert. (dpa / Lukas Schulze)
Das Gebäude des Bundesinnenministeriums in Berlin. (dpa / Lukas Schulze)

Das Bundesinnenministerium hat für gut 2.600 potenziell gefährdete Menschen aus Afghanistan eine Aufenthaltszusage erteilt.

Das bedeutet, dass diese Menschen kein Asyl beantragen müssen, wie ein Sprecher mitteilte. Grundlage der Zahl sind Daten des Auswärtigen Amtes. Nach der Machtübernahme der Taliban im August waren etwa 4.600 Menschen mit Evakuierungsflügen der Bundeswehr nach Deutschland gekommen.

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" meldet, dass derzeit mehr als 4.000 Afghanen das Land nicht verlassen können, obwohl sie grundsätzlich einen Anspruch auf Familienzusammenführung in Deutschland haben. Die Linken-Abgeordnete Jelpke hatte eine Anfrage an das Auswärtige Amt gestellt. Demnach erteilte Deutschland im ersten Halbjahr lediglich 624 Visa an afghanische Staatsangehörige. Jelpke sprach von inakzeptzablen Wartezeiten.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.