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BundesprüfstelleRekordzahl an rechtsradikalen Tonträgern auf dem Index

Eine Hand hält am 04.03.2009 im Polizeipräsidium in Stuttgart eine CD mit rechtsextremem Material in der Hand, die mit anderen Tonträgern bei Durchsuchungen sichergestellt wurde (picture-alliance/ dpa / Norbert Försterling)
Eine indizierte CD mit rechtsextremem Material. (picture-alliance/ dpa / Norbert Försterling)

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Tonträgern der rechtsextremen Szene auf den Index gesetzt.

Dies berichten die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Sie zitieren aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Demnach wurden 80 Veröffentlichungen wegen Verherrlichung oder Verharmlosung von Nationalsozialismus und Krieg sowie Anreizen zu Rassismus und Antisemitismus als jugendgefährdend eingestuft. Im Jahr zuvor waren es nach Angaben der Bundesregierung 69.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, versucht die rechtsextreme Szene verstärkt, über Musik an Einfluss in der Jugendkulturszene zu gewinnen - auch in eigentlich szenefremden Genres wie Hip-Hop und Rap. Bundesweit gibt es nach Zählung der Sicherheitsbehörden im rechtsextremen Musikspektrum rund 150 Bands und 60 Solo-Interpreten.