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BundesrechnungshofVerspätete Züge auch wegen schwerwiegender Finanzierungsmängel

Passagiere laufen mit Koffern auf einem Bahnsteig vor einem ICE in Richtung einer geöffneten Zugtür. (dpa picture alliance/ Imagebroker)
"Es besteht die Gefahr, dass sich der Zustand der Bahninfrastruktur trotz steigender Bundesmittel weiter verschlechtert." (dpa picture alliance/ Imagebroker)

Der Bundesrechnungshof führt die Probleme der Deutschen Bahn mit verspäteten Zügen, Engpässen auf Bahnhöfen und maroden Brücken unter anderem auf schwerwiegende Mängel im Finanzierungssystem zurück.

Bei der Erhaltung der Infrastruktur laufe vieles falsch, der Investitionsstau nehme zu, und die Bahn fahre auf Verschleiß, heißt es in einem Prüfbericht. Rechnungshof-Präsident Scheller erklärte in Berlin, es bestehe die Gefahr, dass sich der Zustand der Bahninfrastruktur trotz steigender Bundesmittel weiter verschlechtere. Im bisherigen Finanzierungssystem gebe es zentrale Schwachstellen. Es sei intransparent, nicht aussagekräftig und setze Fehlanreize. Der Bund gebe der Bahn jedes Jahr Milliarden zum Bau neuer Schienen, Brücken, Stellwerke oder Oberleitungen. Das Verkehrsministerium aber wisse gar nicht genau, wie die Bahn und ihre Tochtergesellschaften die Milliardenzuschüsse einsetzten. Es fehlten eine wirksame Kontrolle und klare Prioritäten.