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StartseiteKultur heuteLeitung weiterhin ungewiss07.01.2020

Bundesstiftung BauakademieLeitung weiterhin ungewiss

Die Fähigkeiten des designierten Leiters der Berliner Bauakademie, Florian Pronold, wurden öffentlich angezweifelt. Das Berliner Landgericht hat eine Klage gegen dessen Ernennung aus formalen Gründen für zulässig erklärt. Die Akademie bleibt erstmal führungslos.

Claudia van Laak im Gespräch mit Änne Seidel

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SPD-Politiker Florian Pronold (Bodo Marks/dpa)
Gründungsdirektor der Berliner Bauakademie? Mitbewerber wollen die Besetzung der Stelle durch Florian Pronold gerichtlich verhindern (Bodo Marks/dpa)
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Die Leitung ist umkämpft, eine Entscheidung bleibt aus. Im Streit um den Direktorenposten der Berliner Bauakademie hat das Arbeitsgericht die Neubesetzung vorerst gestoppt. Die Stelle dürfe bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache nicht mit dem bereits ausgewählten Bewerber besetzt werden, teilte das Gericht zu der Einstweiligen Verfügung mit. Damit wurde dem Antrag eines unterlegenen Mitbewerbers zunächst stattgegeben. Eine Berufung gegen das Urteil kann eingelegt werden. Claudia van Laak aus dem DLF-Hauptstadtstudio hat den Prozess beobachtet und berichtet, in den Augen der Richterin gebe es "Auswahlfehler bei Besetzung der Stelle."

Fehlerhaftes Auswahlverfahren

Gegen die Ernennung des SPD-Politikers Florian Pronold hatten mehrere hundert Architekten und Museumsfachleute mit einem Offenen Brief protestiert. Darin heißt es, der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesumweltministerium sei für das Amt nicht qualifiziert, dem Auswahlverfahren habe es an Transparenz gefehlt. Damit werde eine Chance vergeben, die Bauakademie als Architekturzentrum mit internationaler Ausstrahlung zu etablieren. Ein unterlegener Mitbewerber ist der Architekturtheoretiker Philipp Oswalt, der an der Universität Kassel lehrt. Claudia van Laak über den früheren Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau: "Oswalt ist auch ein erklärter Gegner der originalgetreuen Rekonstruktion historischer Gebäude." Es ging bei dem Verfahren nur um eine vorläufige Entscheidung. Die Richterin habe "Zweifel, dass das Verfahren ordnungsgenäß über die Bühne gegangen ist", erklärte Gerichtsreporterin van Laak. Bewerber Pronold gehe nun zum Gegnangriff über. Er sei der Ansicht, der "Richtige an der Spitze der Bauakademie zu sein." Auch die Entscheidung über die Rekonstruktion der Schinkelschen Bauakademie verzögert sich dadurch weiter.

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