Die Nachrichten
Die Nachrichten

BundestagDDR-Bürgerrechtlerin Zupke zur ersten Beauftragten für SED-Opfer gewählt

Berlin: Evelyn Zupke, die frisch gewählte Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, der Nachfolgeinstitution der Stasi-Unterlagen-Behörde, steht nach ihrer Wahl mit Roland Jahn, dem letzten Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherhei (Kay Nietfeld/dpa)
Evelyn Zupke im Bundestag (Kay Nietfeld/dpa)

Die frühere DDR-Oppositionelle Evelyn Zupke ist die erste Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur.

Der Bundestag wählte die 59-Jährige mit breiter Mehrheit in das neu geschaffene Amt. Zupke war in der DDR Mitglied im oppositionellen Weißenseer Friedenskreis. Zudem war sie an der Aufdeckung systematischer Wahlfälschungen beteiligt. CDU/CSU und SPD hatten sich zuvor monatelang nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können. Die Union wollte den Leipziger Bürgerrechtler Uwe Schwabe durchsetzen, die SPD die ehemalige Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke.

Der Bundestag hat sich für heute eine Dauersitzung vorgenommen. Fast 24 Stunden lang wollen die Parlamentarier kurz vor Ende der Legislaturperiode über rund 30 Vorlagen beraten. Die AfD ist unterdessen erneut mit dem Versuch gescheitert, einen ihrer Abgeordneten zum Bundestags-Vizepräsidenten wählen zu lassen. Der nordrhein-westfälische Politiker Weyel kam lediglich auf 101 der Abgeordnetenstimmen, 531 votierten gegen ihn.

Diese Nachricht wurde am 10.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.