Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

BundestagDomscheit-Berg kritisiert hohe Arbeitsbelastung für Abgeordnete

Anke Domscheit-Berg, parteilose Abgeordnete der Linksfraktion (dpa/picture alliance/Ralf Hirschberger)
Anke Domscheit-Berg kritisiert die Arbeitsbelastung im Bundestag. (dpa/picture alliance/Ralf Hirschberger)

Die parteilose Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg, die für die Partei Die Linke im Bundestag sitzt, kritisiert die Arbeitsbelastung für Bundestagsabgeordnete.

Im Interview mit Deutschlandfunk Nova sagte sie, das Thema werde unter den Abgeordneten viel diskutiert, aber selten öffentlich gemacht, weil die Politikerinnen und Politiker befürchteten, auf Unverständnis zu stoßen. In der Nacht zu Mittwoch und am Mittwoch hatten zwei Bundestagsabgeordnete während der Bundestagssitzung einen Schwächeanfall erlitten.

Domscheit-Berg hatte in einem Interview mit Spiegel Online kritisiert, dass im Sitzungssaal weder Essen noch Wasser erlaubt sei (außer Wasser für Rednerinnen und Redner). In einem Twitter-Thread hatte sie die Arbeitsbedingungen im Deutschen Bundestag als „menschenfeindlich bezeichnet. Sitzungen dauerten bis tief in die Nacht. Ein Problem sieht Domscheit-Berg darin, dass im Bundestag mehr Fraktionen als früher vertreten sind. Die Fraktionen stellen Anträge und bekommen Redezeit, daher werden Sitzungen bei mehr Parteien länger.

Domscheit-Berg sagte Deutschlandfunk Nova, viele Bürgerinnen und Bürger hätten keine Empathie für die Abgeordneten, weil Politik oft als unsozial empfunden werde. Es werde kritisiert, dass die Arbeitsbedingungen auch in anderen Branchen hart seien. Domscheit-Berg sagte, es müsse trotzdem möglich sein, die Bedingungen auch für Politikerinnen und Politiker zu diskutieren. Schließlich gehe es darum, ausgeschlafen und konzentriert gute Politik zu machen.