Die Nachrichten

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten

BundestagStreit um Geschlechtsoption "divers"

Blauer Himmel rahmt am 08.01.2018 in Berlin am frühen Abend den Reichstag ein. (dpa-Bildfunk / Paul Zinken)
Der Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages, in Berlin (dpa-Bildfunk / Paul Zinken)

Die Pläne der Regierung zur Einführung einer dritten Geschlechtsoption im Geburtenregister stoßen im Bundestag auf Kritik.

Bei der ersten Lesung gab es am Abend zwar grundsätzlich viel Zustimmung für das Vorhaben, neben "männlich" und "weiblich" auch die Option "divers" zuzulassen - doch dass dafür die Vorlage eines ärztlichen Attests vorgeschrieben werden soll, beklagten viele Abgeordnete von Grünen, Linken, FDP und SPD als Schikane. Aus den Reihen der AfD hieß es hingegen, das ganze Vorhaben richte sich gegen die Natur des Menschen.

Mit der Reform wird eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahr umgesetzt. Die bisherige Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, wurde darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.