Montag, 27. Juni 2022

Wikileaks-Gründer
Bundestagsabgeordnete und Angehörige von Julian Assange rufen Bundesregierung zur Intervention auf

Im Fall des inhaftierten Wikileaks-Gründers Julian Assange haben dessen Vater und Bruder die Bundesregierung aufgerufen, US-Präsident Biden zum Fallenlassen der Vorwürfe aufzufordern.

21.06.2022

WikiLeaks-Gründer Julian Assange
WikiLeaks-Gründer Julian Assange (picture alliance / empics | Victoria Jones)
Bei einem Besuch in Berlin sagten die beiden, Deutschland solle seinen Einfluss in der NATO und beim bevorstehenden G7-Treffen am Wochenende auf Schloss Elmau nutzen. Mehrere Bundestagsabgeordnete der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe "Freiheit für Julian Assange" verlangten in einer Erklärung, die Auslieferung an die USA zu verhindern. Journalisten sollten nicht für ihre Arbeit verfolgt werden, hieß es. Der Sprecher von Bundeskanzler Scholz wies Forderungen nach Asyl zurück. Die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben.
Zuvor hatte China die USA und Großbritannien kritisiert. Außenminister Wang sagte in Peking, der Fall Assange zeige, wie heuchlerisch beide Staaten bei der Aufrechterhaltung der - Zitat - sogenannten Pressefreiheit seien. - Die britische Regierung hatte einer Auslieferung an die USA jüngst zugestimmt. Assange droht dort jahrzehntelange Haft. Er will sich weiter juristisch zur Wehr setzen.
Diese Nachricht wurde am 21.06.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.